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Amazon in New York: Durchkommen per Lastenanhänger

Mit teils elektrisch unterstützten Bikeanhängern des Freiburger Anbieters Carla Cargo realisiert der Online-Händler im staugeplagten New York einen Zwei-Stunden-Lieferdienst. Hunderte Fahrzeuge im Einsatz.

Kommt überall gut durch: Amazon nutzt die Vorteile des schmalen Konzepts, um am Stau vorbei zu liefern. | Foto: Carla Cargo
Kommt überall gut durch: Amazon nutzt die Vorteile des schmalen Konzepts, um am Stau vorbei zu liefern. | Foto: Carla Cargo
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Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Der US-Online-Händler Amazon hat mehrere hundert Lastenanhänger des in Freiburg gegründeten Start-Ups Carla Cargo in Dienst genommen. Der weltweit größte Versandhändler setzt die innovativen Lastenanhänger in New York, USA, für die nachhalte Zustellung auf der letzten Meile ein. Mit dem Lastenanhänger gelinge es dem Konzern, in einer der größten Metropolen der Welt Waren innerhalb von zwei Stunden mit dem Fahrrad am städtischen Verkehrschaos vorbei auszuliefern, beschreibt der Anbieter die Vorteile.

"Wir sind begeistert, dass Amazon das Potential unseres Lastenanhängers direkt überzeugt hat, und bis zum Ende des Jahres mehrere hundert Carlas in New York in der letzten Meile im Einsatz sein werden", erklärt Markus Bergmann, Gründer und Geschäftsführer des Anhängeranbieters.

Damit fährt die weltweit größte Lastenanhänger-Flotte auf dem Broadway. Mit den Lastenanhängern beliefert der zu Amazon gehörende Supermarkt Whole Foods New Yorker mit Bio-Lebensmitteln klimafreundlich und schnell. Amazon setzt die Fahrzeuge 14 Stunden an sieben Tagen die Woche für die Zustellung auf der letzten Meile in Manhattan ein.

Das Anhängerkonzept des 2015 gegründeten Freiburger Anbieters sollte ursprünglich der solidarischen Landwirtschaft in Freiburg zur klimafreundlichen Auslieferung ihrers Gemüses mit dem Fahrrad dienen. Die Lastenanhänger haben eine Ladefläche von 165 x 65 Zentimeter und können Gewichte von bis zu 150 Kilogramm transportieren. Als elektrifizierte Version wird der Lastenanhänger von einem eigenen Motor und Akku angetrieben, verbunden mit dem Zugfahrzeug auf die Tretleistung des Fahrers angepasst. Auch als elektrischer Handwagen etwa für Fußgängerzonen lässt sich das Fahrzeug solo nutzen.

Das Konzept hatte der aus Zwickau stammende Ingenieur Markus Bergmann entworfen. Vor vier Jahren gründete er im Freiburger Gründerzentrum Grünhof das Start-Up, das mittlerweile in Kenzingen produziert und dreizehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Nach ökologischen Landwirtschaftsbetrieben der Anfangszeit wuchs aber auch die Nachfrage von Kurieren, Handwerkern und Micro-Unternehmern. Inzwischen zählen auch Unternehmen aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Schweden, Schweiz, Österreich, Slowakei, Irland, Luxemburg, Italien, Türkei und Großbritannien zu den Abnehmern. Derzeit ist eine breitere Variante mit Palettentauglichkeit und Auffahrrampe in der finalen Entwicklung.

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