Alpine: Künftig drei Modelle auf drei Plattformen!

Alpine wird künftig rein elektrisch mit drei Modellen antreten: Einem R5-Derivat mit 218 PS, einem Allrad-Modell auf der CMF-EV-Plattform und einem Sportwagen, der mit Lotus entwickelt wird

Mal richtig blau machen: Alpine wird künftig mit drei Modellen antreten. | Foto: Renault
Mal richtig blau machen: Alpine wird künftig mit drei Modellen antreten. | Foto: Renault
Gregor Soller

Von einem auf drei Modelle ausgeweitet wird die Marke Alpine: Einem R5-Derivat mit 218 PS, einem Allrad-Modell auf der CMF-EV-Plattform und einem Sportwagen, der mit Lotus entwickelt wird. Ein Bild dazu hat Renault bereits am 30.6. veröffentlicht. Es läst darauf schließen, dass für alle drei Moelle das design-Freeze bereits erfolgt ist und konkret geplant wird. In einem exklusiven Gespräch gab Renault-Entwicklungschef Gilles Le Borgne außerdem einen Einblick in die elektrische Zukunft Alpines. Statt einem wird es drei Modelle geben: Einen Alpine R5, der wie die 100 kW leistende Basisversion auf der CMF-BEV-Plattform stehen wird und rund 3,9 Meter misst.

Neben dem Kompakten kündigt Le Borgne ein Allrad-Modell auf der rein elektrischen und moderneren CMF-EV-Plattform an – hier denken wir eher an ein CUV-Coupé als Stückzahlenbringer, das oben auf dem Foto zu sehen ist. Und die aktuelle A110 dürfte einen rein elektrischen Leichtbaunachfolger erhalten, der mit Lotus entwickelt wird – wofür allerdings abermals kleine Stückzahlen im fünfstelligen Bereich genügen könnten. Damit nutzt Renault seinen Baukasten maximal aus, ohne den Markenkern zu verwässern.

Gestartet werden könnte mit der R5 Alpine 2023, so dass bis 2025 das komplette Alpine-Programm neu aufgestellt wäre. Renault-CEO Luca de Meo hat mit dem etablieren sportlicher Ableger Erfahrung: Bei Fiat bekam er einst die Abspaltung von Abarth mit und setzte das selbst bei Seat mit Cupra erfolgreich um.

Entsprechend hat e Meo bei Renault die Marke Alpine auserkoren, die Sportfraktion elektrisch und glaubhaft zu vertreten.

Was bedeutet das?

Während alle anderen Hersteller versuchen, ihre Programme mit etlichen Modellen auf eine Plattform zusammenzuziehen, wird Alpine für drei Modelle drei benutzen! Was aber durch den Baukasten bedingt ist, der auf die Art sehr schnell und risikoarm neue Modelle ermöglicht: Der R5 ist nur ein nachgeschärftes Derivat des Renault-Modells, während man den A110-Nachfolger als markenkern in der Nische extrem leicht und wild belässt und dafür mit Lotus zusammenspannt. Auf die Art genügen auch kleine Stückzahlen für hohe Exklusivität und Preise. Und während man A110 und Co. sowie den R5 als „Alpine“ kennt, bedeutet der Elektro-Allradler das größte Wagnis, denn weltweit bringt ein sportliches CUV mit Allrad die größten Stückzahlen. Aber: Audi denkt beim TT-Nachfolger in eine ähnliche Richtung!

Printer Friendly, PDF & Email