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Allianz Zentrum für Technik: Neue Reparatur-Prozesse sollen CO2 sparen

Die Techniksparte des Versicherungskonzerns fordert unter anderem die Freigabe der Reparatur von Scheinwerfergläsern und tritt für den Einbau gebrauchter Teile ein.

Bei der Reparatur eines Scheinwerfers am VW ID. 3 könnte man gegenüber dem Einbau eines neuen Bauteils knapp 1.000 Euro sparen, rechnet das Allianz Zentrum für Technik vor. (Foto: Dietmar Fund)
Bei der Reparatur eines Scheinwerfers am VW ID. 3 könnte man gegenüber dem Einbau eines neuen Bauteils knapp 1.000 Euro sparen, rechnet das Allianz Zentrum für Technik vor. (Foto: Dietmar Fund)
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Johannes Reichel
von Dietmar Fund

Wie man mit „grünen“ Reparaturverfahren Kohlendioxid-Emissionen deutlich verringern kann, hat das Allianz Zentrum für Technik (AZT) in Ismaning beim 10. Allianz Autotag am 19. Oktober 2022 geschildert. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer der AZT Automotive GmbH, rechnete dort vor, dass man über die Reparatur von Scheinwerfern gegenüber dem Einbau eines neuen Scheinwerfers 98 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen sparen könne, was zum Beispiel beim Elektroauto VW ID. 3 auch noch knapp 1.000 Euro billiger käme. Deshalb solle das Bundesministerium für Digitales und Verkehr die bislang in Deutschland nicht zulässige Reparatur von Scheinwerfergläsern zulassen. Sie sei in anderen europäischen Ländern längst zulässig und werde auch von einer Reihe von Fahrzeugherstellern freigegeben.

Als deutlich ressourcenschonender bezeichnete Lauterwasser auch die Reparatur von Karosserie-Außenteilen, anstatt sie durch Neuteile zu ersetzen. In Schadensfällen, in denen der Ersatz eines Bauteils unumgänglich sei, könne man es auch durch Gebrauchtteile ersetzen. Laut einer Allianz-Umfrage würden das 89 Prozent der Befragten akzeptieren. Deutschland habe hier noch Nachholbedarf, zum Beispiel im Vergleich mit Frankreich und Großbritannien, wo sich das bereits etabliert habe.

Der Versicherer selbst hat übrigens auch beim Einsatz seiner Sachverständigen Kilometer gespart und damit unnötigen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden. Seit Anfang 2020 die Schadensbegutachtung per Video eingeführt worden sei, sei der Anteil an Vor-Ort-Begutachtungen von 80 auf 40 Prozent gesunken. Dadurch seien zwei Millionen Fahrkilometer weniger zurückgelegt worden, was deutschlandweit 300 Tonnen Kohlendioxid eingespart habe.

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