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Alfa Romeo: Großes Elektro-SUV

Alfa Romeo könnte sein SUV-Portfolio ab 2027 um einen elektrischen BMW-X5-Konkurrenten ergänzen.

Dem Tonale (Bildausschnitt), Brennero und Stelvio-Nachfolger könnte noch ein großes SUV zur Seite gestellt werden. | Foto: Alfa Romeo
Dem Tonale (Bildausschnitt), Brennero und Stelvio-Nachfolger könnte noch ein großes SUV zur Seite gestellt werden. | Foto: Alfa Romeo
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Gregor Soller

In einem Interview mit der niederländischen "Autoweek" erklärte Alfa-Boss Jean-Philippe Imparato, dass er ein SUV „im oberen Segment“ auf den Markt bringen möchte. Im Detail blieb er allerdings vage: „Wie genau wir das machen, ist noch eine Frage, aber neben einem D-Segment-Modell wird es auch ein E-Segment-Auto mit sehr hoher Leistung geben.“ Das D-Segment meint die Nachfolger von Giulia und Stelvio, die Basis für alle Modelle wäre die neue STLA Large-Plattform, die ab 4,7 Meter Länge beginnt. Produziert werden dürfte das große SUV nicht unbedingt in Italien, denn Imparato sagte:

„Die Frage, die ich mir stellte, lautete: `Wollen wir eine europäische Marke bleiben oder wollen wir in das profitabelste Segment der Welt einsteigen?´ Die Antwort lautete: `Wir setzen auf das rentabelste Segment.´ Damit zielen wir auf Modelle wie den X5, X6 und den 7er von BMW. Diese Entscheidung wurde vor kurzem getroffen und wird es uns ermöglichen, in Wachstumsmärkte wie China vorzudringen".

Womit er auch den Hauptkonkurrenten genannt hat. Auch ein Zeitfenster nannte er: 2027. Bis dahin will Alfa Romeo in den Hauptmärkten Europa, USA und China ausschließlich elektrische Fahrzeuge anzubieten – womit man 2024 beginnt, wenn das Kompakt-SUV Brennero an den Start geht und Giulia und Stelvio abgelöst werden. Als Name kursiert aktuell „Castello“, womit man dezent von den Gebirgspässen abweichen würde, die Stelvio, Tonale und Brennero ihre Namen gaben. Stattdessen könnte „Castello“ auf das Castello Sfortzeso hinweisen, eine Schlossanlage in der Mailänder Altstadt. Alfa Romeo wurde einst in Mailand gegründet und trägt bis heute das Stadtwappen im Logo.

Was bedeutet das?

Aus Alfa-Romeo-Sicht macht ein Wachstum nach oben Sinn, wie es auch Audi, BMW und Mercedes-Benz praktizieren, denn: Je größer das Auto, desto größer die Marge. Und natürlich ist man mit einem großen SUV weltweit besser aufgestellt als mit Limousinen, wobei die im Zuge der Elektrifizierung den Vorteil haben, weniger Strom zu verbrauchen. Weshalb Nio in Deutschland beispielsweise mit dem ET7 und nicht mit ES6 oder ES8 startet. Die Plattform für Alfa wäre vorhanden, aber: Vorher müssen Tonale, Brennero und Co. Stückzahlen bringen, sonst wird das mit der Rückkehr der Marke nichts mehr – auch wenn ein (wenig innovativer) Castello die Produktpalette natürlich perfekt nach oben abrunden würde. Vielleicht wenigstens als leichtestes und dynamischstes SUV seiner Klasse?

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