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Aiways wird umstrukturiert

Aiways ernennt einen neuen CEO und plant strategische Veränderungen. Der Export wird fokussiert, der Deutschlandvertrieb über Euronics ist Geschichte. 

Interessante Entwicklung: Aiways will sich mehr denn je auf Exportmärkte fokussieren. | Foto: Aiways
Interessante Entwicklung: Aiways will sich mehr denn je auf Exportmärkte fokussieren. | Foto: Aiways
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Gregor Soller

Aiways will schlanker und schneller werden: Nach Abschluss einer mehrwöchigen Klausurtagung von Führungskräften und Investoren gibt der chinesische Autohersteller strategische Veränderungen bekannt und ernennt einen neuen Chief Executive Officer, Hugo Zhu, der die weitere Entwicklung des Unternehmens vorantreiben und den Fokus auf das Überseegeschäft verstärken soll.

Schlankere Organisation für mehr Schnelligkeit

Eine seiner ersten Aufgaben wird es sein, dem Unternehmen eine schlankere Organisationsstruktur zu geben. Dieser Schritt soll die Kommunikation, die Entscheidungsfindung und die Effizienz insgesamt verbessern. Die vereinfachte Struktur soll es den Mitarbeitern ermöglichen, mehr Verantwortung zu übernehmen und ein flexibleres und reaktionsschnelleres Arbeitsumfeld zu schaffen. 
 
Während dieser Veränderungen wird die Unternehmensleitung von Samuel Fu, dem Gründer des Unternehmens, unterstützt, um Stabilität und Kontinuität in der Übergangszeit zu gewährleisten. In seiner Funktion als Präsident des Unternehmens wird er in dieser Phase auch Aufgaben im Tagesgeschäft übernehmen. Damit soll das Unternehmen während der Übergangsphase, in der es sich an die neue Struktur und die neuen Ziele anpasst, eine zusätzliche Führung erhalten. 

Restrukturierung und Fokussierung auf Wachstumsmärkte außerhalb Chinas
 
Der Fokus von Aiways soll künftig auf nicht-chinesische Märkte mit größerem Wachstums- und Rentabilitätspotenzial verlagert werden. Das User-Center innerhalb Chinas wird weiterhin betrieben, um Aiways-Kunden weiterhin den gewohnten Service zu bieten, jedoch werden darüberhinausgehende Ressourcen für andere Initiativen gebündelt. Was insofern interessant klingt, als Aiways sich in China keine allzu großen Chancen (mehr) ausrechnet, dort je eine dominante Rolle wie BYD oder Geely zu spielen.

 

„Insgesamt werden wir in der Lage sein, das Unternehmen unter der neuen Führung für die notwendigen Veränderungen und Verbesserungen zu positionieren", zeigt sich Dr. Alexander Klose, Vice President Aiways Overseas Operations und Geschäftsführer der Aiways Automobile Europe GmbH, nach den Workshops der vergangenen Woche optimistisch und ergänzt:

„Die vereinfachte Struktur, die Lösung interner Probleme, die Fokussierung auf den Kunden und die Stärkung von Forschung und Entwicklung für die Überseemärkte sind strategische Schritte auf dem Weg zu einer agileren und erfolgreicheren Organisation."

 

Der Vertrieb über die Elektronikkette Euronics wurde final beendet. Auch hier wird Aiways eine neue Struktur aufbauen.

Was bedeutet das?

Eigentlich hatte Aiways als Start-Up gute Karten: Einen Background von VW respektive Audi, Leichtbau-Know-How, ein schickes und charakterstarkes Design und ein Modell im Zentrum des Marktes. Gut, der Vertrieb über Euronics war vielleicht nicht die beste Idee. Das Infotainment hätte etwas mehr Power vertragen, ebenso wie die Antriebe etwas sparsamer hätten sein dürfen – womit man sich aber mit VW in besten Gesellschaft befindet. Weshalb wir uns wundern, weshalb Aiways gar so langsam aus den Hufen kommt – was mit der Restrukturierung hoffentlich beendet ist.

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