Aiways plant innovative Akku-Technik

Die Batteriemodule mit Sandwich-Struktur im neuen U5 sollen sehr stabil bauen und das Risiko von Schäden an der Batterie signifikant verringern.

Der Aiways U5 soll mit extrem sicheren und kälteunempfindlichen Akkus punkten. | Foto: Aiways
Der Aiways U5 soll mit extrem sicheren und kälteunempfindlichen Akkus punkten. | Foto: Aiways
Gregor Soller

Aiways beschreitet auch bei den Batterien eigene Wege. Durch räumliche Abtrennung der flüssigkeitsgefüllten Zellen von ihrer Umgebung, sollen laut Aiways-Pressesprecherin Emma Hai die von Kühlmittel-Lecks ausgehenden Gefahren weitgehend unterbunden werden. Derartige Lecks seien laut Hai in 80 Prozent der Fälle ursächlich für sicherheitsrelevante Batterieschäden verantwortlich. Eine spezielle Isolationsschicht zwischen einzelnen Batteriemodulen und deren Kühlung soll ein Plus an Sicherheit bringen. Selbst bei starken Intrusionen, etwa bei Unfällen, soll so das Eindringen von Kühlmittel ins Modul verhindert werden. Diese Sandwich-Struktur dient außerdem einer thermischen Dämmung, denn sie soll laut Hai den Wärmeaustausch zwischen Batteriemodul und Umgebung signifikant reduzieren.

Aber auch in Sachen Effizienz will man nochmal nachgelegt haben: Dazu entwickelte Aiways ein eigenes Onboard Batterie Management System (BMS). Es verwendet State-of-Charge (SOC) Algorithmen, um den Energieverbrauch der Fahrweise angepasst zu überwachen. So regelt es die Verbräuche bedarfsgerecht. Die durch SOC-Algorithmen gesteuerte Selbstlernfunktion erlaubt dabei die präzise Steuerung des Energieverbrauchs unter Berücksichtigung des Fahrstils von Piloten des U5. Gleichzeitig werden Hinweise gegeben, wie der Fahrer sein Fahrverhalten anpassen kann, um die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Batterie zu optimieren.

In Wintertests will Aiways laut Hai die Leistungsfähigkeit des Aiways-Systems gegenüber konventionellen Auto-Batteriemodulen verifiziert haben: Das batterie-elektrische SUV U5 soll sogar bei Temperaturen, die deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen, eine praxisgerechte Reichweite von knapp 300 Kilometern erzielen können. Bestätigt wurden die Werte unter anderem während einer 15.000 Kilometer langen Praxiserprobung von China nach Deutschland im vergangenen Jahr.

Das Batteriemodul in Sandwich-Bauweise wurde 580 umfassenden Tests unterzogen, deutlich mehr, als der chinesische Teststandard vorschreibt, der 51 Probeläufe verlangt. Um Sicherheit und Zuverlässigkeit des Batteriepacks sicherzustellen, wurden elektrische, chemische und physikalische Testverfahren angewandt, darunter Kurzschluss-Tests, Belastungstests bei extremer Hitze und klirrender Kälte.

Mit ihrer Kapazität von 63 Kilowattstunden soll die Batterie im U5 eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern gemäß WLTP-Zyklus erlauben. Über einen DC-Lader soll der Akku in nur 40 Minuten von 20 auf 80 Prozent nachgeladen werden können. Ein AC-Lader (6,6 kW Typ 2) benötigt weniger als acht Stunden, um von zehn auf 95 Prozent zu laden.

Was bedeutet das?

Aiways hat sich nicht nur bezüglich des Packages, sondern auch wegen der Akkus viele Gedanken gemacht, die aktuell ein wichtiger Bestandteil bezüglich der Zukunftsfähigkeit und Restwerte des U5 sind.

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