Ahera: Neuer E-Premiumhersteller aus Italien

Die neue Marke möchte nicht weniger, als alle existierenden Standards in Sachen Komfort, Platzangebot, Nutzung und Reiseerlebnis auf ein neues Level zu heben.

Bisher sind von Aehra nur das Logo und die leitenden Mitarbeiter bekannt. | Foto: Aehra
Bisher sind von Aehra nur das Logo und die leitenden Mitarbeiter bekannt. | Foto: Aehra
Gregor Soller

Die auf dem lateinischen Namen für „Ära“ basierende Marke soll tatsächlich (mal wieder) eine ganz neue Ära einläuten. Noch 2022 will das Start-up rund um Gründer und CEO Hazim Nada zwei reine Elektromodelle launchen: eine Limousine und ein SUV. Die Auslieferung ist für Mitte 2025 geplant. Dabei sollen Weltklasse-Engineering, italienisches Design und amerikanischer Kundenservice kombiniert werden.

Gründer Nada wurde in den USA geboren und wuchs in Italien auf, kennt also beide Welten. Der Master in theoretischer Physik und Doktor der angewandten Mathematik hat schon viele Stationen durchlaufen: Als Banker gründete er bereits früh eine eigene Trading-Company, 2015 die Gründung Aero Gravity, die Europas größten vertikalen Windtunnel für Aerodynamik-Tests anbietet. Warum jetzt noch ein Autohersteller? Weil laut Nada kein Autohersteller das volle Potential der Elektroauto-Architektur voll ausschöpfen würde. Stattdessen würden E-Autos wie Verbrenner aussehen und so vermarktet werden:

„Wir haben Aehra geschaffen mit der Vision, fundamentale Defizite in der aktuellen globalen Autoindustrie zu beheben. Beispielsweise wirklich begehrenswerte Autos zu bauen, die auch als elektrisch wahrgenommen werden. Das verbinden wir mit italienischem Design, das schlussendlich die Vorteile sowohl innen und außen herausstellt.“

Wie bei Tesla können Kunden ihren Aehra mit nur wenigen Klicks online bestellen, die gesamte Kundenreise durch Suche und Kauf soll neu gedacht werden. Der geplante SUV soll ausreichend Platz für vier NBA-Basketballspieler sowie für eine weitere Person in der Mitte der Rücksitzbank bieten. Führende Fahrerassistenzsysteme mit der Option auf autonomes Fahren werden mit einer starken, aber ultra-leichten Karbon-Monocoque-Karosserie kombiniert, die das Fahrzeuggewicht reduziert, bessere Reichweiten bietet und ein völlig neues Fahrgefühl ermöglichen soll. Ein Thema, an dem auch BMW sich schon die Zähne ausbiss. Denn Karbon ist aufwändig herzustellen und schwer zu reparieren und zu recyceln.

Als Reichweite peilt Aehra für das SUV 800 Kilometer an. Und da Reichweite und Power kein Thema seien, müsse man umso mehr Augenmerk auf die Form und das Platzangebot im Innenraum legen. Man müsse daher „überragende Schönheit und Funktionalität vereinen“. Dafür konnte Filippo Perini, bekannt für seine Designs bei Audi, Lamborghini und Italdesign als Chefdesigner gewonnen werden. Etwas bodenständiger wird es dann in Sachen Produktion: Hier wolle man mit den „führenden Produktionspartnern“ zusammenarbeiten. Auch die Finanzierung sei laut Angaben des Unternehmens gesichert. Erste Details zu den geplanten Modellen man noch 2022 bekanntgeben.

Was bedeutet das?

Mutig – auf der Webseite Aehra.com sieht man bereits das ganze Team aber noch kein Produkt. Man darf gespannt sein, was die Italiener genau vorhaben – und wem was dann wo produziert wird. Und vor allem: wie es dann um Service und Aftersales bestellt sein wird.

 

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