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Agora Verkehrswende plädiert für mehr On-Demand-Verkehre im ländlichen Raum

Die ÖPNV-Anbindung auf dem Land ist nach wie vor miserabel – wie sich die durch den vermehrten Einsatz von flexiblen Kleinbussen verbessern könnte, hat der Thinktank für klimaneutrale Mobilität jetzt in einem gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), dem Deutschen Landkreistag (DLT) und dem Städte- und Gemeindebund (DStGB) erarbeiteten Leitfaden skizziert.

Eine runde grüne Sache? Dazu muss vor allem auf dem Land noch nachgesteuert werden. | Foto: Agora Verkehrswende
Eine runde grüne Sache? Dazu muss vor allem auf dem Land noch nachgesteuert werden. | Foto: Agora Verkehrswende
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Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

„Mobilitätsoffensive für das Land – Wie Kommunen mit flexiblen Kleinbussen den ÖPNV von morgen gestalten können“ heißt der gemeinsam erarbeitete Leitfaden von Agora Verkehrswende, Deutschem Landkreistag (DLT), Deutschem Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Er zeigt Lösungen für das erklärte Ziel der Bundesregierung auf – Erreichbarkeitsstandards für ländliche Räume zu etablieren und das Mobilitätsangebot zu verbessern.

„Auf dem Land ist der flächendeckende Zugang zum öffentlichen Verkehr nicht nur Schlüssel zu nachhaltigerer Mobilität, sondern auch zu mehr Lebensqualität.“

Denn die Wirklichkeit sieht derzeit noch so aus, dass ohne Auto auf dem Land nichts geht. Nach Angaben von Agora Verkehrswende ist „die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland schlecht oder gar nicht mit Bus und Bahn versorgt“. Verbindungen gebe es im ländlichen Raum, wenn überhaupt, oft nur im Stundentakt. Hinzu käme, dass Menschen ohne Führerschein oder Zugang zu einem Pkw ihr Leben kaum selbstbestimmt gestalten können. Mobilität gehört aber laut Bundesregierung zu Recht zur Daseinsvorsorge.

Bedarfsverkehre seien der entscheidende Schlüssel, um diese Situation zu verbessern, ist die Berliner Denkfabrik überzeugt. Mittlerweile gibt es die bereits in einigen Kommunen – und das mit großem Erfolg.

„Flexible Kleinbusse, die auf Bestellung (on Demand) und ohne festgelegte Route fahren, bieten eine Chance für ein besseres ÖPNV-Angebot.“

Der Thinktank und seine Mitstreiter schlagen in ihren Leitfaden u.a. vor, Bedarfsangebote mit regulären Busverbindungen zu kombinieren und in die ÖPNV-Tarifstrukturen zu integrieren. On-Demand-Verkehre könnten mit einem Netz aus virtuell definierten Haltestellen gezielt kleinere oder schlecht erschlossene Ortsteile und Regionen abdecken, Zu- und Abbringerfunktionen zu Bahnhöfen erfüllen oder zu Stoßzeiten überlastete Busse oder Bahnen ergänzen.

Für Verbindungen mit hoher Fahrgastnachfrage, etwa in Zentren ländlicher Regionen, eigneten sich konventionelle Linienverkehre dagegen weiterhin besser, so die Einschätzung der Fachleute.

Für die Umsetzung allerdings wird u.a. auch entscheidend sein, dass die kommunalen Aufgabenträger langfristige Zusagen von Bund und Ländern erhalten, dass für den Aufbau von Linienbedarfsverkehr zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.

Hier geht’s zum Leitfaden », der alternativ unter dieser Meldung zum Download bereitsteht.

Was bedeutet das?

Mehr ÖPNV auf dem Land? Gern - nur ist der eben nicht umsonst zu haben und braucht neben smarten Ideen auch eine solide Finanzierung.

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