Afrika: VDA unterstützt Transformation der Automobilindustrie

Afrikanische und europäische Automobilverbände geben eine gemeinsame Erklärung ab. Es geht dabei um mehr Handels- und Investitionsaustausch zwischen Europa und Afrika – und um eine nachhaltige Entwicklung.

 Viel Entwicklungspotenzial sieht der VDA für die Automobilindustrie in Afrika. (Foto: Pixabay)
Viel Entwicklungspotenzial sieht der VDA für die Automobilindustrie in Afrika. (Foto: Pixabay)
Redaktion (allg.)
von Christine Harttmann

Im Rahmen des EU-Africa Business Forums unterzeichneten afrikanische und europäische Automobilverbände im Beisein der Europäischen Kommission eine gemeinsame Absichtserklärung. Initiiert durch den Verband der Automobilindustrie (VDA), den Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft und die African Association of Automotive Manufacturers (AAAM) nennt die Absichtserklärung die Prioritäten, die für die weitere Entwicklung der Automobilindustrie in Afrika von entscheidender Bedeutung sind. Wesentliche Themenschwerpunkte dabei sind die Erschließung nachhaltiger Energiequellen und Antriebe, digitale Mobilitätslösungen sowie die Entwicklung von lokalen Versorgungs- und Wertschöpfungsketten. Laut einer Pressemeldung vom 16. Februar 2022, sehen die unterzeichnenden Verbände für Afrika die Möglichkeit, die Automobilindustrie gemeinsam weiter auszubauen – und dies von Beginn an nachhaltig zu gestalten.

Man verstärke und intensiviere damit seine Zusammenarbeit mit Afrika, so der VDA. Die Verbandspartnerschaft mit dem panafrikanischen Automobilverband, der African Association of Automotive Manufacturers (AAAM), werde seit Ende 2020 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Dave Coffey, CEO von AAAM, erklärt dazu:

„Das Handels- und Investitionsklima in Afrika kann nur gemeinsam verbessert werden. Wir sind der Überzeugung, dass Afrika – gerade was erneuerbare Energien angeht – großes Potenzial hat, eine zukunftsträchtige Automobilindustrie zu entwickeln, die für langfristige Beschäftigung sorgt.“

Dass sich afrikanische und europäische Verbände auf wesentliche Punkte zum weiteren Ausbau der Industrie auf dem Kontinent verständigt hätten, sei ein wichtiger Meilenstein.

„Jetzt müssen politische Vertreter die Rahmenbedingungen dafür schaffen“, so Coffey weiter.

Bereits jetzt engagieren sich VDA-Mitglieder in Afrika und tragen mit über 80 Produktionsstandorten einen signifikanten Teil zur Entwicklung der dortigen Industrie bei. Der VDA unterstützt sie dabei mit seiner Verbandspartnerschaft mit AAAM sowie durch die Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren auf dem Kontinent und in Europa. VDA-Präsidentin Hildegard Müller betont:

„Wir sehen in der Partnerschaft mit AAAM und in der Unterzeichnung der Absichtserklärung einen wichtigen Schritt für die weitere Unterstützung unserer Mitglieder bei ihrem Engagement in Afrika.“

Der afrikanische Kontinent sei stark fragmentiert, werde jedoch in Bezug auf alternative Antriebe immer mehr an Bedeutung gewinnen und kann hier auch eine Vorreiterrolle spielen, so die Verbandspräsidentin weiter.

„Gemeinsam mit AAAM und den Unterstützern der Absichtserklärung wollen wir die Bedingungen für eine aufstrebende Automobilindustrie auf dem afrikanischen Kontinent verbessern, um mehr Wirtschaftswachstum und Wohlstand in Afrika zu ermöglichen.“

Sowohl deutschen als auch afrikanischen Mitgliedsunternehmen soll nun ermöglicht werden, am Marktwachstum teilzuhaben und Win-win-Situationen im Handels- und Investitionsaustausch zwischen Europa und Afrika herzustellen:

„Wir leisten damit einen aktiven Teil, die Global Gateway-Strategie der EU sowie die entwicklungspolitischen Ziele der Bundesregierung als Privatsektor zu unterstützen“ so Müller.

Im Rahmen der digitalen Zeremonie zur Unterzeichnung nahmen auch Vertreter der EU-Kommission teil. Die Kommission begrüßt das Engagement des VDA in Afrika und unterstützt die Zusammenarbeit der afrikanischen und europäischen Verbände.

 

Was bedeutet das?

Tatsächlich hätte die Autoindustrie auf dem afrikanischen Kontinent noch großes Potenzial - und überspringt idealerweise den Verbrenner. 

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