ADL H2.0: Fuel-Cell-Doppeldecker schafft fast 500 Kilometer

Angetrieben von einer Ballard-Brennstoffzelle, die in das Voith Electrical Drive System (VEDS) eingebunden ist, soll der lokal emissonsfreie ADL-Reisebus fast 500 Kilometer schaffen.

Vieles über den ADL H2.0 bleibt noch im Dunkeln, aber einige wenige Details hat der britische Bushersteller nun benannt – beispielsweise die angestrebte Reichweite von bis zu 480 km. | Foto: ADL
Vieles über den ADL H2.0 bleibt noch im Dunkeln, aber einige wenige Details hat der britische Bushersteller nun benannt – beispielsweise die angestrebte Reichweite von bis zu 480 km. | Foto: ADL
Johannes Reichel
von Claus Bünnagel

Der britische Bushersteller Alexander Dennis Limited (ADL), Tochter der nordamerikanischen NFI Group Inc., hat unter dem Projektnamen H2.0 die nächste Generation seiner Doppeldeckwasserstoffbusse vorgestellt. Sie soll bis Ende des Jahres auf die Straße kommen und eine Reichweite von bis zu 480 km besitzen. Angetrieben wird sie von einer Ballard-Brennstoffzelle, die in das Voith Electrical Drive System (VEDS) eingebunden ist.

Weniger Tanks, höheres Volumen

In den H2.0 sind die Erkenntnisse aus landesweiten Tests ebenso eingeflossen wie die 25-jährige Wasserstofferfahrung von New Flyer, einem anderen Tochterunternehmen der NFI-Gruppe und Pionier bei Brennstoffzellenbussen. Mit einer reduzierten Anzahl von Tanks, die aber ein größeres Volumen besitzen, reduziert das Fahrzeugkonzept den Wartungsaufwand und erhöht gleichzeitig die Kraftstoffkapazität, um eine größere Reichweite zu erzielen.

Überschüssige Wärme nutzen

Außerdem nutzt der H2.0 die Vorteile des elektrischen Antriebssystems von Voith. Dieses maximiert die Energierückgewinnung beim Rekuperieren und sorgt für einen erhöhten Wirkungsgrad, der durch ein innovatives Thermomanagement weiter gesteigert wird. Die überschüssige Wärme der Brennstoffzellen und des Antriebsstrangs wird dabei zur Beheizung des Fahrgastraums verwendet, was den Strombedarf aus den Batterien minimiert.

"Der H2.0 wird ein Meilenstein für die Null-Emissions-Technologie sein – dank einer konkurrenzlosen Effizienz und Bestwerten bei der Reichweite. Er passt perfekt für Strecken mit hoher Kilometerleistung, die die Batterietechnologie nicht abdeckt." (ADL-Präsident und Geschäftsführer Paul Davies)

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