ADAC und Zolar starten Photovoltaik-Offensive für günstige E-Mobilität

Kooperation beim Ausbau privater Photovoltaik-Anlagen soll kostengünstige und klimafreundliche Mobilität mit selbst produziertem Sonnenstrom sicherstellen. Per App lässt sich das persönliche Photovoltaik-Potenzial und die Sonnenkilometer berechnen. Sonnenstrom kostet in der Herstellung zwischen 8 und 18 ct/kWh.

Fahrstrom vom Dach: Der ADAC weitet sein Spektrum mit der Solartechnologie von Zolar weiter aus und wirbt für günstige E-Mobilität mit Eigenstrom. | Foto: ADAC SE
Fahrstrom vom Dach: Der ADAC weitet sein Spektrum mit der Solartechnologie von Zolar weiter aus und wirbt für günstige E-Mobilität mit Eigenstrom. | Foto: ADAC SE
Johannes Reichel

Mit einer Kooperation wollen der Automobilclub ADAC SE und Zolar, Spezialist für individuelle Solarlösungen, auf dem Feld des Photovoltaik-Ausbaus nachhaltige Mobilität mit eigenem Sonnenstrom voranbringen. Transparente Information und einfache Lösungen sollen noch mehr Menschen von den Kosten- und Klima-Vorteilen sauberen Solarstroms vom eigenen Dach überzeugen, so der Automobilclub. Und verweist auf die Vorteile, die sich aus einer kombinierten Nutzung von Photovoltaik und Elektromobilität erzielen lassen. Mit dem gemeinsam entwickelten Solar-Rechner ADAC Solar wird Photovoltaik-Interessierten die notwendige Kalkulation leicht gemacht: Sie können für ihr Eigenheim berechnen, wie viele Kilowattstunden des eigenen Bedarfs durch Sonnenstrom gedeckt werden können. Nutzerinnen und Nutzer von Elektromobilität können dabei nun den Sonnenstrom-Bedarf ihrer E-Fahrzeuge in die Berechnung einbeziehen: Anhand ihrer Fahrprofile können sie vorab errechnen, wie viele ‚Sonnenkilometer‘ sie mit ihrem selbst produzierten Strom zurücklegen können.

„Schon bald zählen wir eine Million reine Elektroautos in Deutschland und ihr Marktanteil wird stetig anwachsen. Bereits in wenigen Jahren werden sie in den meisten Privathaushalten zu den größten Stromverbrauchern gehören. Mit unserer Kooperation wollen wir Photovoltaik-Interessierten ermöglichen, ihren künftigen Mobilitätsbedarf mit einzuplanen und diesen umweltschonend durch Solarstrom zu decken“, skizziert Sascha Coccorullo, strategischer Leiter der ADAC SE.

Jede und jeder könne mit dem eigenen Haus und Auto einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – und sogar persönlich davon profitieren, wirbt auch Alex Melzer, CEO von Zolar. Der Schlüssel liege auf dem eigenen Dach: Wer seinen Strom selbst erzeugt und für das E-Auto nutzt, macht sich vom Strommix im Netz genauso unabhängig wie von der Preisentwicklung. Zudem könne man sofort damit anfangen.

Traum-Kombi: Solaranlagen und Elektromobilität

Ökonomisch ergebe die Kombination von Elektroauto und einer eigenen PV-Anlage Sinn: Die sogenannten Stromgestehungskosten, also die Kosten, um aus Sonnenenergie mit einer privaten Solaranlage Strom zu erzeugen, liegen zwischen acht und 18 Cent pro Kilowattstunde. So sparten Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber dem aktuellen Strompreis von 39 Cent pro Kilowattstunde, vor allem dann, wenn sie den selbst erzeugten Strom selbst verbrauchen, wirbt der Club für das Konzept. Für überschüssigen Solarstrom, den sie ins Netz einspeisen, erhalten sie darüber hinaus zwischen 7,1 und 8,2 Cent pro Kilowattstunde. Mit einem E-Auto könne der Eigenverbrauch des Solarstroms nochmals gesteigert werden und erhöht damit die Wirtschaftlichkeit der eigenen Solaranlage. Die gemeinsame Photovoltaik-Initiative von ADAC SE und Zolar leistet somit einen Beitrag zu mehr Solarstrom in privaten Haushalten und setzt hierfür zentrale Anreizpunkte wie eine transparente und einfache Planung und den individuellen Nachweis, in welchem Umfang Photovoltaik mit Haushalt und E-Mobilität in positiver und rentabler Weise zusammenwirken können.

Solarrechner berücksichtigt länderweise Eigenheiten

Der Solar-Rechner zeigt basierend auf dem Bundesland und den individuellen Voraussetzungen der Immobilie die zu erwartenden Sonnenstrom-Erträge über den Jahresverlauf, den Reststrombedarf vom herkömmlichen Energieversorger sowie die potenziell möglichen Sonnenkilometer, die mit dem Solarenergie-Anteil zurückgelegt werden können, skizziert der Anbieter weiter. Abhängig von Fahrzeugklasse, Fahrleistung und Verbrauch lassen sich jährlich in einem durchschnittlichen Vier-Personen-Eigenheim bei 80-prozentiger Autarkie zum Beispiel mehrere Tausend „Frei-Kilometer“ erwirtschaften und mehr als vier Tonnen CO2 einsparen.

Angebot errechnet die passende PV-Anlage

Die Lösung soll auch bei der Planung von Photovoltaik-Anlagen helfen. Die individuell bezifferten Vorteile durch Photovoltaik und E-Mobilität seien verständlich und kalkulierbar aufbereitet. Mit nur wenigen Angaben zu ihrer Immobilie könnten sich Interessierte die Leistungsfähigkeit und Kosten einer Solaranlage für ihr Haus berechnen und diese anschließend von Zolar individuell planen und installieren lassen, werben die Partner. Es müssten keinerlei persönliche Daten für die individuelle Berechnung hinterlegt werden. Bei Nutzung der Offerte erhalten ADAC-Mitglieder mit Abschluss eines entsprechenden Installationsvertrages bei Zolar einen exklusiven Mitgliedervorteil im Gegenwert eines Solarmoduls.

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