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ADAC testet E-Roller: Govecs Schwalbe und Piaggio Vespa Elettrica liegen vorn

Im Vergleichstest des ADAC punktet die E-Schwalbe mit guten Bremsen, starkem Antrieb, ordentlicher Reichweite und gemeinsam mit der Vespa sichersten Fahreigenschaften. Der Kumpan enttäuscht, auch Niu, Vässla, Torrot und unu patzen in einzelnen Kapiteln.

Flott in der City: Die 45-km/h-Roller sind in der Innenstadt ideal, stoßen überland aber an die Grenzen der L1E-Zulassung. | Foto: ADAC
Flott in der City: Die 45-km/h-Roller sind in der Innenstadt ideal, stoßen überland aber an die Grenzen der L1E-Zulassung. | Foto: ADAC
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Johannes Reichel

Elektro-Roller boomen, auch dank Sharing-Anbietern wie Emmy oder Coup, die die wendige und coole Fahrzeuggattung bekannt und populär machen. Jetzt hat der Automobilclub ADAC gestet, welche der E-Roller nicht nur hip sind, sondern auch sicher und solide. Das Fazit des Vergleichs mit den Premium-Fabrikaten Govecs Schwalbe (5.390 Euro) und der mit Abstand teuersten Piaggio Vespa Elettrica (6.390 Euro) sowie dem erst recht in Relation zum Preis enttäuschenden Kumpan und Torrot (je 4.999 Euro) deutlich preiswerter angesetzten E-Rollern von Niu, Vässla und unu ist: Es gibt keine wirklich schlechten Roller. Die besten sind allerdings auch die teuersten: Govecs und Piaggio.

Govecs punktet mit starkem Antrieb und Bremsen

Doch die Tests offenbarten durchaus gravierende Unterschiede. Etwa, wenn es darum geht am 16-Prozenter-Berg anzufahren, wo die mit 4000 Watt Leistung aus dem Bosch-E-Motor kräftige Schwalbe mit zwei Personen gemeinsam mit der Vespa am besten aus den Puschen kommt, während der Torrot Muvi regelrecht "versackt". Oder beim Bremsen, wo ebenfalls das Govecs-Remake den Maßstab setzt und schon steht, wo der Niu noch munter weiterrollt. Nachteil der Schwalbe: Sie ist auch der schwerste Roller, umfallen sollte einem das 138-Kilo-Trumm nicht unbedingt. Tut es aber dank stabilem Ständer auch selten.
 

Auch sicherheitsrelevante Aspekte wie die Beleuchtung haben die ADAC-Tester untersucht. Vier Firmen setzen hier auch leuchtstarke LEDs, die Premium-Marken Govec und Piaggio sowieso, aber auch Niu und Vässla. Ein echter Flop ist hier der Kumpan mit seinem funzeligen Halogenlicht. Der deutsche Hersteller aus Remagen hat aber versprochen, nachzubessern.

Reichweite: Bis zu 100 Kilometer sind drin

Ein entscheidendes Kriterium ist auch die Reichweite, wo der Kumpan mit bis zu 99 km auftrumpft, allerdings nur dank dreier Akkus. Govecs lässt die Wahl zwischen einem und zwei Akkus und schafft damit 86 Kilometer, ähnlich wie der unu. Piaggio setzt konsequent auf einen der durch die Bank Lithium-Ionen-Speicher und schaffen 76 km, Torrot bietet unterschiedlich große Akkus an. Aufgeladen wird bei der Schwalbe und der Vespa fix per Kabel direkt am Roller und zwar mit dem Torrot am schnellsten mit 4,5 und 3,8 Stunden, der Niu braucht lange 8,5 Stunden, bis die Speicher wieder voll sind. Alle anderen Roller haben Wechselakkus, die man mitnehmen kann, bei Vässla, Kumpan und unu allerdings nur je ein Akku per One-Slot-Netzteil, nicht mehrere zugleich.

Generell merkt der Automobil-Club in seinem umfassenden Test an, dass die Beschränkung der L1E-Roller auf 45 km/h in der Stadt, aber vor allem Überland zum Sicherheitsrisiko werden kann, wenn Pkw auffahren und drängeln.

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