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ADAC: Koblenzer Modell gestaffelter Parkgebühren könnte Vorbild werden

(dpa/lrs) Die Stadt Koblenz führt eine nach Fläche gestaffelte Parkordnung für Anwohner ein, die der Automobilclub für wegweisend hält. Koblenz könnte gar Vorbild bei Gebührenstaffelung fürs Parken werden.

Nach Größe gestaffelt: PKW parken in einer Anwohnerparkzone in Koblenz. Die Gebühr wird aus der folgenden Formel berechnet: Länge mal Breite mal 45 Cent mal 52 Wochen. In Koblenz gibt es rund 6000 Parkausweise, vor allem in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen. | Foto: dpa/Thomas Frey
Nach Größe gestaffelt: PKW parken in einer Anwohnerparkzone in Koblenz. Die Gebühr wird aus der folgenden Formel berechnet: Länge mal Breite mal 45 Cent mal 52 Wochen. In Koblenz gibt es rund 6000 Parkausweise, vor allem in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen. | Foto: dpa/Thomas Frey
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Johannes Reichel

Die Entscheidung der Stadt Koblenz, künftig die Gebühren für das Bewohnerparken nach der tatsächlich in Anspruch genommenen Fläche zu staffeln, stößt beim ADAC Mittelrhein auf Verständnis. Die Gebühr in der rheinland-pfälzischen Stadt wird künftig aus der Formel "Länge mal Breite mal 45 Cent mal 52 Wochen" berechnet. In Koblenz gibt es rund 6000 Parkausweise, vor allem in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen.Parkflächen seien gerade in Städten zu einem knappen Gut geworden, sagte Christian Schmidt, Leiter Mobilität und Umwelt beim ADAC Mittelrhein. "Deshalb können wir nachvollziehen, dass Kommunen den Wert des Parkraumes bei der Festlegung von Parkgebühren mitberücksichtigen, um damit den Parkraum effektiver nutzen zu können." Seien die Parkflächen so wie meist in Städten nicht markiert, erscheine eine Unterscheidung nach Fläche grundsätzlich geeignet und besser als das Kriterium Gewicht. 

"Die lineare Bemessung ist angemessener und einfacher nachzuvollziehen als deutliche Preissprünge zwischen Fahrzeug-Größenklassen", so Schmidt.

Dabei sollte die maximale Höhe der Parkgebühren verhältnismäßig sein und berücksichtigen, dass mit einem Bewohnerparkausweis noch lange keine Garantie auf einen Stellplatz verbunden ist. Aktuell sind dem ADAC keine weiteren Städte in Rheinland-Pfalz bekannt, die eine Staffelung der Gebühren wie in Koblenz planen. "Ich gehe aber davon aus, dass dies nur eine Frage der Zeit ist", sagte Schmidt. In Koblenz werden ab dem 1. März die Gebühren für Bewohnerparkausweise neu berechnet. Dabei soll sich die Höhe der Gebühr nach der tatsächlich in Anspruch genommenen Straßenfläche richten. Ziel sei es, zum einen die Möglichkeit zu nutzen, die Parkgebühren selbst festzusetzen, was zuvor Bundesangelegenheit war. Zum anderen solle ein Missverhältnis zwischen den Gebühren im öffentlichen Parkraum und denen für Bewohnerparkausweise ausgeglichen werden, teilte ein Sprecher mit.

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