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ACV fordert politische Maßnahmen gegen Verunsicherung bei E-Mobilität

(ots) Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK: Auto bleibt Verkehrsmittel Nummer eins. Der ACV betont die Schlüsselrolle der Elektrifizierung in der Verkehrswende und fordert Schaffung des bestmöglichen Rahmens.

Aktuell wenig ansteckend: Die Nachfrage nach E-Mobilen stagniert - der ACV sieht auch die Politik in der Pflicht. | Foto: ACV/Getty Images
Aktuell wenig ansteckend: Die Nachfrage nach E-Mobilen stagniert - der ACV sieht auch die Politik in der Pflicht. | Foto: ACV/Getty Images
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Johannes Reichel

Der Kölner Automobilclub ACV hat die Politik zu einem klaren Bekenntnis zur E-Mobilität und Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen aufgefordert. Dabei verweist man auf eine jüngst repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des ACV Partners DEVK, die deutlich zeigt: Das Auto ist und bleibt das bevorzugte Verkehrsmittel der Deutschen. 66 Prozent der Befragten gaben an, das Auto am häufigsten zu nutzen, gefolgt vom Zufußgehen (12 Prozent), dem öffentlichen Verkehr (10 Prozent) und dem Fahrrad (9 Prozent). Auch in puncto Beliebtheit liegt das Auto mit 63 Prozent klar vorne, gefolgt vom Fahrrad (13 Prozent). Laut der Umfrage schätzen Autofahrerinnen und Autofahrer besonders die Flexibilität, den Komfort sowie die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit des Automobils. Für den ACV Automobil-Club Verkehr verdeutlicht diese Umfrage die zentrale Rolle des Autos im Alltag.

"Viele Menschen sind täglich auf ihr Auto angewiesen - sei es im ländlichen Raum, wo alternative Verkehrsmittel oft fehlen, oder auch zum Pendeln, um Arbeitsplätze in urbanen Zentren schnell und zuverlässig zu erreichen", plädiert ACV Geschäftsführer Holger Küster.

Außer Frage steht für den ACV, dass dem Auto eine Schlüsselrolle in der Verkehrswende zukommt. Umso alarmierender ist der aktuell ins Stocken geratene Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland. Zwischen Januar und Mai 2024 wurden etwa 140.700 E-Autos zugelassen, 16 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. ACV Geschäftsführer Holger Küster sieht in diesem Kontext die Politik in der Verantwortung.

"Viele Menschen sind aktuell verunsichert. Das abrupte Streichen der staatlichen Umweltprämie war ein falsches Signal. Hinzu kommen zu viele Unklarheiten bei den Strompreisen und der Ladeinfrastruktur. Auch der unklare Restwert der Fahrzeuge hält die Menschen vom Kauf ab", erklärt Küster.

Bestmöglichen Rahmen schaffen

Der ACV fordert von der Politik, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Elektromobilität zu schaffen. Dazu gehört auch, das Vertrauen in die Technologie zu stärken, den Vorbehalten gegenüber E-Autos mit klarer Kommunikation zu begegnen und aufzuklären, zum Beispiel über die Entwicklung der Spritpreise: "Der steigende CO2-Preis wird in den kommenden Jahren zwangsläufig zu höheren Preisen an der Tankstelle führen - das ist vielen Autofahrerinnen und Autofahrern noch nicht bewusst, könnte aber ein wichtiges Argument für den Kauf eines E-Autos sein" ergänzt Holger Küster.

Auch die Hersteller in der Pflicht

Die Automobilindustrie hat sich zwar längst auf Elektromobilität als zukünftige Leittechnologie festgelegt, doch auch die Hersteller sieht der ACV in der Pflicht, um für höhere Zulassungszahlen von E-Autos zu sorgen. ACV Geschäftsführer Holger Küster: "Eine Hürde beim Umstieg bleibt der Preis. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich E-Mobilität nicht nur leisten wollen, sondern auch leisten können. Aktuell mangelt es nach wie vor an kleinen und bezahlbaren Elektroautos, die für den deutschen Markt geeignet sind."

Zur Umfrage: Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag der DEVK 5.000 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die bundesdeutsche Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,5 Prozent.

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