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ACV: DLR-Vorständin Jipp hält 15 Mio. E-Autos bis 2030 für unrealistisch

(ots) Im Interview mit dem Mitgliedermagazin des Automobilclubs äußerte sich die DLR Vorständin für Energie und Verkehr, Prof. Meike Jipp skeptisch über das 15-Mio-Ziel der Bundesregierung, kritisiert die abrupte Streichung der E-Auto-Prämie und hält einen Instrumentenmix für den Hochlauf für unabdingbar.

Hält das 15-Mio-Ziel bei E-Autos für unrealistisch: DLR-Vorständin Verkehr Meike Jipp nahm fürs Foto im orangenen Sessel auf der Friedrichstraße in Berlin Platz. | Foto: ACV/Frank Peters
Hält das 15-Mio-Ziel bei E-Autos für unrealistisch: DLR-Vorständin Verkehr Meike Jipp nahm fürs Foto im orangenen Sessel auf der Friedrichstraße in Berlin Platz. | Foto: ACV/Frank Peters
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Johannes Reichel

Die Vorständin für Energie und Verkehr des DLR Prof. Meike Jipp hat es im Interview mit dem Automobilclub Verkehr (ACV) als unrealistisch bezeichnet, die von der Bundesregierung ausgegebene Zahl von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 zu erreichen. Das hatte die Regierung erst jüngst im Rahmen des Automobilgipfels Ende November 2023 bekräftigt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt als eine der führenden Deutschen Forschungseinrichtungen in Deutschland glaubt nicht daran.

"Unsere Prognose kommt auf elf bis zwölf Millionen Fahrzeuge. Um das Ziel 15 Millionen E-Autos noch zu erreichen, bräuchte es aus unserer Sicht einen Instrumentenmix. Dieser müsste auch unbeliebte Maßnahmen wie eine Erhöhung des CO2-Preises beinhalten. Ich finde es jedoch schwierig, nur mit negativen Maßnahmen ein bestimmtes Verhalten bei der Bevölkerung motivieren zu wollen. Als positiv wahrgenommenes Instrument war der Umweltbonus deshalb wichtig und zeigte in die Richtung des gewünschten Verhaltens", erklärte Meike Jipp.

 

Über die Streichung der staatlichen Prämien für E-Fahrzeuge Ende 2023 zeigt sich die habilitierte Psychologin deshalb überrascht. Auch der ACV hatte die Streichung des Umweltbonus kritisiert und prognostizierte einen Dämpfer für den Hochlauf der Elektromobilität hierzulande. Die aktuellen Zulassungszahlen bestätigen dies.

"E-Autos entwickeln sich derzeit zum Ladenhüter, weil die Anzahl an Fahrzeugen mit niedrigem Anschaffungspreis aktuell noch zu gering ist. Jetzt zeigt sich, der Wegfall der staatlichen Prämie war nicht nur politisch ein falsches Signal, sondern zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht", kritisiertea auch ACV Geschäftsführer Holger Küster.

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