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ACEA begrüßt EU-UK-Abkommen zur Herkunft von E-Autos und Akkus

Herkunftsregeln: Die EU und das Vereinigte Königreich unterzeichnen ein Abkommen, das dringend nötige Sicherheit in der Lieferkette zur Herstellung von Elektrofahrzeugen und Akkus in der EU schaffen soll. Dennoch sind mehr Anstrengungen nötig. Es fehle eine Industriestrategie, bemängelt der Verband.

Alles auf Akku: Europa muss sich sputen, um mit den USA und China in Sachen E-Mobilität den Anschluss zu halten. | Foto: ACEA
Alles auf Akku: Europa muss sich sputen, um mit den USA und China in Sachen E-Mobilität den Anschluss zu halten. | Foto: ACEA
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Johannes Reichel

Die EU und das Vereinigte Königreich haben heute im Rahmen des Handels- und Kooperationsabkommens (TCA) eine Verlängerung der geltenden Ursprungsregeln für Batterien und Elektrofahrzeuge unterzeichnet. Die europäischen Hersteller begrüßen diese Lösung, die dazu beitragen wird, die Wettbewerbsfähigkeit der aufstrebenden europäischen Industrie für Elektrofahrzeuge zu stärken.

"Die lang erwartete Einigung, die Herkunftsregeln um drei Jahre zu verlängern, bietet der wachsenden Lieferkette für Elektrofahrzeugbatterien in Europa die dringend benötigte Sicherheit. Anstatt die grüne Industrie zu bestrafen, ist die heutige Entscheidung eine Anerkennung der Tatsache, dass es Zeit braucht, um neue Wertschöpfungsketten aufzubauen", meinte Sigrid de Vries, ACEA-Generaldirektorin.

Es sei auch ein starkes Signal, dass die EU gewillt ist, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer kritischen Industrien aufrechtzuerhalten. Die Einigung habe potenziell saftige 4,3 Milliarden Euro an Zollkosten vermieden und rund 480.000 Einheiten der Elektrofahrzeugproduktion gerettet.

Europa droht den Anschluss zu verlieren

Die heutige Entscheidung komme vor dem Hintergrund eines in der vergangenen Woche veröffentlichten Berichts zu den massiven Herausforderungen für die europäische Elektrofahrzeugindustrie. Gestützt auf umfassende Strategien zur Förderung der heimischen Lieferketten und der einheimischen EV-Industrie stellt der Bericht fest, dass die EU Gefahr läuft, gegenüber der chinesischen und amerikanischen Konkurrenz an Boden zu verlieren.

"Im Gegensatz zu China und den USA fehlt es der EU an einer soliden Industriestrategie, um die Herstellung von Elektrofahrzeugen anzukurbeln", so de Vries weiter.

Man begrüße die heutige, hart erkämpfte Entscheidung, müssen aber auf dieser positiven Zusammenarbeit aufbauen, um die immense Herausforderung des Aufbaus einer ausgereiften Lieferkette für Elektroautos in Europa zu lösen.

"Die Fahrzeughersteller wollen den grünen Wandel in Europa anführen und die Zukunft der Elektrofahrzeugherstellung in Europa gestalten - zum Nutzen aller Europäer", proklamierte De Vries weiter.

Aufbauend auf der heutigen konstruktiven Entscheidung der Gesetzgeber solle sich der Fokus auf die Ausarbeitung einer ganzheitlichen EU-Industriestrategie für die gesamte grüne Wertschöpfungskette richten, von Forschung und Entwicklung über Bergbau, Raffinerie und Fertigung bis hin zu Ladenetzen, Energieversorgung, Kaufanreizen und Recycling, meinte die ACEA-Chefin.

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