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Acatech-Studie: Das E-Auto verliert an Boden - auch wegen Falschinformationen

(dpa) Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften beklagt schlechte Information: In der deutschen Bevölkerung sinkt daher die Zustimmung zum Elektroauto. Das liegt auch an Einstellungen, denen die Organisation widerspricht. Es brauche Fakten statt Falschinformationen auf Stammtischniveau.

Der Lack ist schon wieder ab: Deutschland stellt sich selbst ein Bein und zerredet die E-Mobilität, vor allem mit irritierenden Aussagen von populistischen Politikern, die den Verbrennerausstieg rückgängig machen wollen. | Foto: dpa/Hendrik Schmidt
Der Lack ist schon wieder ab: Deutschland stellt sich selbst ein Bein und zerredet die E-Mobilität, vor allem mit irritierenden Aussagen von populistischen Politikern, die den Verbrennerausstieg rückgängig machen wollen. | Foto: dpa/Hendrik Schmidt
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Johannes Reichel

Die Zustimmung zur Elektromobilität in Deutschland ist gesunken. Nur noch 17 Prozent sagten in einer aktuellen Allensbach-Umfrage, dass bei ihrem nächsten Autokauf ein Stromer in Betracht kommt. Das ist der dritte Rückgang in Folge. Noch 2021 waren es 24 Prozent. Die Ergebnisse der Erhebung im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) wurden am Montag vorgestellt.

Es gebe erhebliche Akzeptanzprobleme, sagte Renate Köcher von Allensbach. Teile der Bevölkerung seien außerordentlich reserviert. Wichtigste Kritikpunkte sind dabei die Kosten, Sorge um zu geringe Reichweite und Zweifel daran, dass Elektroautos wirklich umweltfreundlicher sind.

«Insgesamt sieht man, dass die Vorbehalte bemerkenswert stabil sind», sagte Köcher. Nur ein Teil der Bevölkerung habe die Veränderungen in der Technik über die vergangenen Jahre hin abgespeichert. 

Köcher und die acatech beklagen in diesem Zusammenhang Informationsdefizite. So werden Gespräche mit Freunden und Kollegen als häufigste Informationsquelle für Informationen genannt. Acatech-Präsident Thomas Weber sprach in diesem Zusammenhang von Informationen auf Basis von Stammtischgesprächen. Stattdessen brauche es faktenbasierte Information. 

Ein Beispiel dafür sind die von 60 Prozent der Befragten genannten Zweifel an der Umweltfreundlichkeit der Elektromobilität. Weber hat dazu eine sehr klare Position: Schon heute sei das E-Auto in der CO2-Bilanz klar besser, auch wenn man die Herstellung der Batterie einrechne und wenn sich der Strommix verbessere, würden auch diese Werte noch besser. 

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