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6. NOW-Fachkonferenz: Höchstwert bei Neuzulassungen in E-Mobilität bestätigt Förderkonzepte

Die Fachkonferenz „Elektromobilität vor Ort“ brachte zahlreiche Fakten und Networking-Möglichkeiten. Mittlerweile erreichen die Elektro-Pkw erstmals einen Anteil von 2,5 % aller Neuzulassungen in Deutschland und ein Marktpotenzial für 3,5 Millionen E-Fahrzeuge ist schon heute gegeben.

NOW-Geschäftsführer Dr. Klaus Bonhoff sieht die Kommunen als starken Treiber bei Anwendung und Beschaffung von alternativer Mobilität. | Foto: G. Soller
NOW-Geschäftsführer Dr. Klaus Bonhoff sieht die Kommunen als starken Treiber bei Anwendung und Beschaffung von alternativer Mobilität. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Einmal mehr informiert die Fachkonferenz Kommunen, Verkehrsbetriebe, Flotten- und Fuhrparkbetreiber über die Technologie-Entwicklung. Dazu kommen Praxis-Beispiele und eine Präsentation der Förderprogramme des BMVI. Die Stimmung und die Zahlen geben Anlass zu einer positiven Bewertung.

Denn der Marktanteil von Elektrofahrzeugen bei Neuzulassungen hat im Januar und Februar 2019 erstmals die Schwelle von 2,5 % am Gesamtfahrzeugmarkt überschritten. Das sind fast 7000 E-Pkw pro Monat – deutlich mehr als in den Vergleichsmonaten in den Jahren zuvor. Mit dieser guten Nachricht starten in Stuttgart fast 500 Teilnehmer in die 6. Fachkonferenz „Elektromobilität vor Ort“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Konferenz informiert über die Umstellung auf E-Mobilität im ÖPNV, bei Kommunen und im Wirtschaftsverkehr, über die Fortschritte beim Ausbau der Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe und über aktuelle Technologieentwicklungen. Schwerpunkt ist die Umstellung auf Elektromobilität in Städten und Gemeinden. Dazu gibt es praxisnahe Informationen zu den entsprechenden Fördermöglichkeiten durch die Programme des BMVI. Organisiert wird die Fachkonferenz von der NOW GmbH.

NOW-Geschäftsführer Dr. Klaus Bonhoff betont das Engagement vor Ort bei der Umstellung auf saubere Mobilität:

„Die Kommunen haben als Beschaffer und Anwender eine strategische Bedeutung für den weiteren Markthochlauf.“

Man brauche in Deutschland bis 2030 rund 10 Millionen Fahrzeuge mit null Emissionen auf den Straßen, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen. Mit den verfügbaren batterie-elektrischen Fahrzeugtypen gibt heute schon ein Marktpotenzial von 3,5 Millionen E- Fahrzeugen. „Die ersten notwendigen Voraussetzungen bei der Tank- und Ladeinfrastruktur dafür sind bis 2020 geschaffen. Mit dann 100 Wasserstofftankstellen, mindestens 36.000 öffentlichen Normal- und 7.000 Schnellladesäulen wird Mobilität mit alternativen Kraftstoffen und Antrieben für viele flächendeckend möglich sein.“

Im Rahmen der seit 2015 geltenden Förderrichtlinie „Elektromobilität vor Ort“ des BMVI konnte mit den Instrumenten Forschung und Entwicklung sowie Beschaffung- und Konzeptförderung bereits viel erreicht werden. Darin enthalten: 11.000 Flottenfahrzeuge und für deren Betrieb notwendige 5.000 Ladeinfrastruktureinheiten. Erkenntnisse aus dem Projektalltag werden in der Begleitforschung des Förderprogramms zusammengeführt und bewertet.

Auch eine aktuelle Auswertung des BMVI-Förderprogramms Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge belegt Fortschritte. Seit dem 1. März 2017 konnten private Investoren, Städte und Gemeinden im Rahmen von zwei Förderaufrufen (Frühjahr und Herbst 2017) Anträge zum Auf- und Ausbau von Ladepunkten stellen. Der erste Förderaufruf führte zur Bewilligung von etwa 9.000 Ladepunkten (Stand Februar 2019), darunter 1.500 Schnellladepunkte. Im Rahmen des zweiten Förderaufrufs wurden (Stand Frühjahr 2019) etwa 7.000 Ladepunkte, davon knapp 1.000 Schnellladepunkte bewilligt. Zwischen November 2018 und Februar 2019 erfolgte ein dritter Förderaufruf, in dessen Rahmen der Aufbau von gut 10.000 Ladepunkten, darunter gut 5.000 Schnellladepunkte, beantragt wurden. Hier kam das neue Standort-Tool Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe erstmals zum Einsatz, um einen koordinierten Aufbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur zu ermöglichen.

Praxisnahe Informationen für Kommunen stellt die NOW im auf der Webseite www.starterset-elektromobilität.de zur Verfügung.

Informationen zu allen laufenden und abgeschlossenen Projekten sind über den Projektfinder unter www.now-gmbh.de dokumentiert.

Was bedeutet das?

Die Förderprogramme tragen Früchte. Auf der Konferenz besteht Konsens darüber, dass das Thema Elektromobilität in allen Facetten eine Anschubhilfe benötigt und gleichzeitig unumgänglich ist, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Dieser Anschub trägt jetzt Früchte, denn die Beteiligten rechnen auch in Deutschland spätestens ab 2020 mit einem starken Anstieg alternativer Antriebe.

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