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16. Wissenschaftsforum für Mobilität in Duisburg: Offen im Denken!

Das jährlich stattfindende Wissenschaftsform in Duisburg gehört vielleicht zu den meist unterschätzten Foren der Republik: Denn wenn Studierende und Fakultäten einmal loslegen mit der Lässigkeit des Bundeslandes NRW im Rücken, kann Mobilität tatsächlich ganz neu gedacht werden!

Volles Haus in Duisburg: Einmal mehr trafen sich Forschende, Studierende, Politik und Industrie zum Austausch. | Foto: Christian Festing
Volles Haus in Duisburg: Einmal mehr trafen sich Forschende, Studierende, Politik und Industrie zum Austausch. | Foto: Christian Festing
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Gregor Soller

Zugegeben, anfangs waren wir skeptisch: Eine handgezeichnete Einladung zu einem wissenschaftlichen Forum der Uni Duisburg-Essen mit dem Titel „New Players“ in Mobility. Darunter ein riesiges, sehr wissenschaftliches Programm mit etlichen parallelen Sessions. Doch schon jetzt, noch nicht mal nach der Hälfte der Veranstaltung müssen wir sagen: WOW!

Lockerer Umgangston – in NRW darf man sich viel Erlauben und hat starke Meinungen

Wenn man studentische Freiheit in der Lässigkeit NRWs zulässt und das Motto der Uni „Offen im Denken“ mit einbezieht, kann daraus ganz Großes entstehen! Schon das Startpanel mit Dr. Ing. Günther Schuh, der nach e.GO und Streetscooter trotzdem weiter sehr weit und nachhaltig in die Zukunft denkt, war absolut hörenswert, umso mehr als er dann in der Runde danach mit Christian Wiegand, Head of User Development von Nio Deutschland, Sampo Hietanen, Gründer von MaaS Global Ltd. und Gerhard Keller, Head of Automotive&Manufacturing, Google Cloud Germany, tolle, ebenso eloquente Beisitzer hatte, die alle dafür stehen, die Mobilitätswende voranzutreiben – auf unterschiedlichste Art, aber konsequent. Moderiert wurde das Ganze von Prof. Dr. Ani Melkonyan-Gottschalk, Head of Department Circular Engeneering and Transformation an der TU Clausthal. Das Podium ließ jedenfalls keinen Zweifel: Da kann man noch richtig richtig viel wandeln, um die CO2-Werte in den Griff zu kriegen.

Die Eröffnung bestritten Prof. Dr. Heike Proff vom Lehrstuhl für ABWL & Internationales Automobilmanagement an der Uni Duisburg-Essen, die Rektorin eben jener Uni, Prof. Dr. Barbara Albert, denen Oliver Krischer folgte, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW. Der wiederum Schuh schon lange kennt und ihn mit ein paar lässig-freundschaftlichen Frötzeleien ankündigte.

Ja, man spricht hier mittlerweile fast schon ungewohnt lässig, offen und immer respektvoll miteinander und hat – SO VIELE GUTE IDEEN!

Extrem hohes Niveau der Inhalte

Das Niveau wurde dann in den ersten Tracks (von denen man sich leider für einen von Fünfen entscheiden musste) gehalten. Exemplarisch besuchten wir Strategien der Automobilunternehmen der Zukunft und trafen einmal mehr Prof. Dr. Proff, die „Endgame Strategies“ für etablierte Autokonzerne aufzeigte, die laut einer Deloitte-Umfrage selbst davon ausgehen, künftig eine andere (kleinere) Rolle zu spielen. Es folgte ein Einblick in die Entwicklung der Patentanmeldungen zum Thema autonomes Fahren von Daniel Runkel und Prof. Dr. Michael Stephan von der Philipps-Universität Marburg mit erhellenden Zahlen, zu denen Deutschland leider nicht viel beizutragen hatte und der aufrüttelnde Beitrag von Prof. Kurt Mehnert, Designer und Dustin Jessen sowie Fritz Specht von der Folkwang-Universität der Künste, die einfach mal den Raum eines VW Polo respektive Golf zur Verfügung stellten, um daraus etwas für die Öffentlichkeit zu machen: Denn die Pkw in Deutschland stehen im Schnitt 23,5 Stunden am Tag. Wenn man jetzt aus dem Hypercar eine Skateboardbahn und aus dem großen SUV einen Klettergarten macht? EXTTREM erfrischend!

 

Sodass wir schon am mittag sagen können: Kommen Sie am 15.5 2025 nach Duisburg, wenn dort diskutiert wird, wie man nachhaltige Mobilität erreicht. Es lohnt sich wirklich, mal wieder offen im Denken zu sein!

Was bedeutet das?

Das Wissenschaftsforum in Duisburg ist eigentlich eine MUSS-Veranstaltung für alle Vertreter der Automotive-Industrie und Stadtplanung. Es bietet dank studentischer Frische und Hochschul-Analyse ganz neue Einblicke in bewährte Themen und bricht Verkrustungen auf. Offen im Denken – hier wird dieser Spruch wirklich gelebt!

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