Werbung
Werbung

10. SIGNal Flottentag: Lotus Eletre - eher ein Chef-Wagen

Nicht das klassische Flottenfahrzeug, aber die mit China-Invest reanimierte Brand Lotus aus dem Geely-Imperium wollte es sich doch nicht nehmen lassen, bei den Fuhrparkmanagern eine Marke zu setzen.

Britisch-chinesisches Understatement: Die relativ unspektakuläre Enthüllung des ziemlich spektakulären Strom-SUV Eletre in Schwäbisch-Hall. | Foto: SIGNal
Britisch-chinesisches Understatement: Die relativ unspektakuläre Enthüllung des ziemlich spektakulären Strom-SUV Eletre in Schwäbisch-Hall. | Foto: SIGNal
Werbung
Werbung
Johannes Reichel

Ok, das ist schon eher ein Wagen für den Chef als für den Außendienstler: Aber dennoch wollte die ambitionierte und mit chinesischem Invest reanimierte Marke Lotus aus der imposanten Markensammlung von Li Shufus Geely-Konzern (Volvo, Lynk & Co, LEVC, Zeekr) mit dem spektakulären E-SUV Eletre eine Duftmarke hinterlassen, bei den Fuhrparkmanagern auf dem 10. SIGNal-Flottentag in Schwäbisch-Hall. Kurzerhand platzierte man ein Mock-up, ein noch nicht fahrfertiges, aber optisch serienreifes Modell in der Ecke des Veranstaltungszelts, verhüllt mit einer schlichten Decke. Die Hüllen fielen dann gleich vormittags - und Trauben von (elektro)motorbegeisterten Fuhrparkleuten drückten sich um den Sport-Strom-Crossie britisch-chinesischer Provenienz herum. Irgendwie erleben britische Marken unter der Ägide chinesisch-straffer Betriensführung ihren zweiten Frühling: Ein paar Meter weiter zog MG kaum weniger Blicke auf sich.
 

Nicht ganz ohne Grund natürlich: Für den der's mag, ist das Package aus Platz, Luxus, Performance und Emissionsfreiheit und lambo-mäßiger Optik natürlich technologisch verlockend. Von einem "Hyper-SUV" schwärmt der Hersteller gar. Ab 600 PS, 350 kW Ladeleistung, 600 Kilometer Reichweite, eine 100kW+-Batterie weisen das 5,13 Meter lange, 2,13 Meter breite und 1,63 Meter hohe Strom-Geschoss als Mitglied der automobilen Elektro-Oberklasse aus. Preislich soll es knapp unter 100.000 Euro losgehen, was dann im Vergleich zu Porsche oder BMW auch wieder nicht zu hoch gegriffen wäre. Schon gar nicht die Beschleunigung von 2,9 s auf 100 km/h, wo auch immer der Lotus-Fahrer das erfahren will. Für relative Leichtigkeit soll ein Mix aus Carbon und Alu an der Karosserie sorgen, für Nachhaltigkeit handgefertigte und langlebige Textilien und Wollmix im Interieur.

Mit der Serieneinführung soll es übrigens Schlag auf Schlag gehen: Vorserienmodelle fahren bereits, die Homologation ist weit fortgeschritten, ab Sommer 2023 soll geliefert werden. Über kurz oder lang übrigens auch kleinere Kaliber, die dann ja vielleicht doch für die (Nobel)Flotte taugen. Stückzahlenmäßig strebt man aus der Kleinstserie von wenigen tausend jedenfalls in die Größenordnung um die 100.000 Fahrzeuge. Und peilt auf dem Markt auf Wettbewerber wie den BMW iX. Wie gesagt, die Ambition ist groß, wie bei jeder der fein säuberlich ausdifferenzierten neuen oder alten Marken unterm Geely-Dach. 

Werbung
Werbung