VW Golf 8 eHybrid im Test – alles Golf, was glänzt?

Gregor Soller

Nach zwei Wochen und rund 900 Kilometern im Golf eHybrid können wir die bisherigen Ergebnisse zahlreicher Testerkollegen bestätigen: Auch wir freuten uns über Package, Antrieb und Fahrwerk und auch wir fanden die Bedien-Slider bis zum Schluss ergonomisch völlig unsinning und ja, auch bei uns stieg immer wieder mal kurz die Software aus. Zusammen mit einigen sichtbaren Sparmaßnahmen rüttelt VW damit leider selbst am Thron seines Bestsellers, der auch in der achten Generation die Anlagen hätte, klassenlos etwas über dem riesigen Feld aller Kompakten und knapp unter den Premiums zu parken.

Die Verbräuche pendelten sich über 900 Kilometer mit fleißigem Nachladen, aber eher längeren Distanzen bei 4,4 l/100 km und 10,3 kWh/100 km ein, im Test benötigten wir 4,7 l/100 km und 11,1 kWh/100 km – wobei uns hier die Temperaturen zwischen drei und vier Grad zu schaffen machten: Der Akku war nach 46,4 Kilometern leer. Entsprechend schafft der e-Hybrid nach dem deutschen Kraftwerksmix keine bessere Gesamtbilanz als der TDI, der 6,4 l/100 km an Diesel hätte verbrennen dürfen. Merklich besser wird der eHybrid erst auf kürzeren Strecken und kann für Pendler so zur günstigeren und zukunftssichereren Alternative werden. Man darf gespannt sein, wie sich der Absatz des Golf 8 im Vergleich zum ID.3 entwickelt und wie hoch die Anteile der elektrifizierten Gölfe (eHybrid und GTE) im Mix alle Golf-Modelle sein wird.

Was bedeutet das?

Die Anlagen des Golf 8 stimmen, doch tatsächlich leistet sich VW diesmal einige, teils massive Patzer, die das gediegene und hochwertige Image des einfachst bedienbaren Kompakten für jedermann konterkarieren. Den ausführlichen Test samt technischer Daten lesen Sie ab 1.4.2021 in der Vision Mobility, Ausgabe 03/2021.