Test Polestar 2 Long Range Single Motor: Sternenhimmel

Gregor Soller

Im Test punktete der Tesla-Model-3-Konkurrent mit knackigem Fahrwerk, skandinavischem Flair, mehr als genug Kraft bei eher durchschnittlichem Verbrauch

Kleine Details machen den Unterschied: Zum Beispiel ein beleuchteter „Polestar“ – also das markentypische „Polarstern“ – Logo im Glasdach des Polestar 2. Der auch sonst mit skandinavischem Ambiente punktet und so mehr „Wärme“ als die innen optisch arg reduzierten Teslas bietet.

Allerdings ist er nicht so sparsam wie die mittlerweile wie der Polestar 2 ebenfalls aus China gelieferten Tesla-Modelle: Im Test unter kühlen winterlichen Bedingungen kamen wir auf 22,7 kWh/100 km Strom, weniger als im Cupra Born, aber mehr als bei Teslas Model 3. So kann man mit dem 78-kWh-Akku immer gut 300 bis 350 Kilometer dahinrauschen, am besten mit Hubert Kahs „Sternenhimmel“, das sich bei Spotify im Untermenü findet. Die Bedienung ist weitgehend von Volvo bekannt – inklusive Google-Sprachassistent. Wer hier zu abstrakt formuliert, wird aber nicht ans Ziel kommen.

Auch 231 PS sind schon mehr als genug

Allrad und über 400 PS des Dual Motor? S genügen die gebotenen 170 kW (das sind 231 PS) die auch trotz Frontantrieb auch auf feuchtem Untergrund lange die Contenance wahren und den Polstar 2 notfalls binnen acht Sekunden auf 100 km/h schießen und schnelles Durchbeschleunigen ermöglichen. Langstrecken sind so skandinavisch-entspannt möglich: In der Realität wird es nach rund drei Stunden eher dem Fahrer als dem Auto ungemütlich, zumal der Polestar 2 am Schnelllader mit bis zu 150 kW lädt. Allerdings kann ein Ladehub von 30 auf gut 80 Prozent schon mal gut 40 Minuten dauern – wie gut, wenn man sich dann an den meist abseitig stehenden DC-Ladern in den skandinavischen Sternenhimmel träumen kann.

Den kompletten Test mit ausführlichen Daten finden sie in der Vision Mobility 03/20222, ab 5.4.2022 im Handel oder in Ihrem Briefkasten.

Was bedeutet das?

Der Polestar 2 ist bewusst als Tesla-Model-3-Konkurrent ausgelegt und punktet gegenüber diesem mit etwas mehr Flexibilität (große Heckklappe) und Wohnlichkeit sowie angenehmerer Haptik. In Sachen Sparsamkeit ist noch Luft nach oben – das sportliche Fahrverhalten distanziert den Polestar 2 klar von Volvos C/XC40 auf gleicher Basis.

 

 
Auch Langstrecken sind möglich - vor allem mit dem großen Akku. | Foto: G. Soller
Auch Langstrecken sind möglich - vor allem mit dem großen Akku. | Foto: G. Soller
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