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Porsche Taycan: Impressionen

Gregor Soller

Nicht groß Reden, sondern Handeln lautet die Devise bei Porsche: Seit 9.9.2019 produziert man in Zuffenhausen den Taycan – der sich als Killer für viele Oberklassemodelle erweisen könnte. Denn er spannt seine Fähigkeiten beim Fahren extrem breit auf: Im dezent gefahrenen „Range-Modus“ ist ein Askese-Verbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer möglich oder man schaltet auf Sport+, und tritt gleichzeitig auf Bremse und Fahrpedal: Lässt man Erstere los, katapultiert sich der Turbo S binnen 2,8 Sekunden auf 100 km/h, in 9,8 Sekunden sind 200 km/h erreicht, das Topspeed beträgt 260 km/h. Und trotz der 2,3 Tonnen Lebendgewicht fährt sich der Taycan wie ein echter Porsche, das heißt direkt und vergleichsweise leicht und kompakt – wobei man zugeben muss, dass man die gut 600 Kilogramm Akkugewicht im Boden schon etwas spürt.

Das 800 Volt-Bordnetz bietet Schnellladefähigkeit mit bis zu 270 kW an, heißt: Die 93,4-kWh-Akkus sind im Idealfall innerhalb von 22,5 Minuten von fünf bis zu 80 Prozent geladen. Stimmen Ladeleistung und sind die Akkus leer genug würden fünf Minuten am CCS-Schnellader reichen, 100 Kilometer Reichweite nachzuladen. In Sachen Infotainment und Bedienung hat man sich viel bei Tesla abgeschaut, auch dass die Updates jetzt alle über Air kommen. Zum Regelservice muss der Taycan alle zwei Jahre oder 30.000 Kilometer, die Bremsen sind alle sechs Jahre fällig.

Das Alles hat seinen Preis, ist in dieser Klasse aber relativ zu sehen, denn ein Panamera ist auch nicht günstiger: Ab 127.850 Euro netto kostet der Turbo, ab 155.850 Euro netto der Turbo S – und diese Preise lassen sich im Konfigurator beliebig weiter nach oben treiben – aber auch das kennt man von der Konkurrenz, welche der Taycan aufgrund seiner fahrerischen Fähigkeiten mühelos in Grund und Boden fährt – außer: Man möchte hoch sitzen und bequem einsteigen.

Was bedeutet das?

Der Taycan dürfte sich aufgrund seiner Kompetenzen für viele Fahrezeuge der Oberklasse als "Killer" erweisen. Die ersten Bestelleingänge lassen Positives vermuten.

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