Lucid Motors will Im April Serienmodell präsentieren

Gregor Soller

Das Start-Up geht den nächsten Schritt Richtung Serie

Auch bei Lucid Air kommt man wie geplant voran: Im Dezember begann man mit dem Bau der Fabrik, aktuell entstehen am Hauptsitz im Silicon Valley 80 Beta-Prototypen. Die meisten dieser Autos dienen den letzten umfassenden Tests für die Serienfreigabe. Dazu planen die Amerikaner eine Transparenzoffensive: Es soll künftig immer wieder Video-Updates geben, während die Software für Traktions- und Stabilitätskontroll-, Brems- und Lenksysteme optimiert wird. Auch die Karosserie- und Fahrgestellhaltbarkeitstests sowie Crash-Simulationen möchte man kommunizieren. Parallel dazu soll der Rohbau der Fabrik in  Fabrik in Casa Grande, Arizona bis Februar abgeschlossen sein. Auch hier kann man zusehen, wie das Gebäude fertiggestellt wird und wie man die Produktionsanlagen installiert, einschließlich einer hochmodernen Lackiererei. Lucid Motors geht nach eigenen Angaben  davon aus, dass die ersten Vorproduktionsautos Anfang des vierten Quartals 2020 vom Band laufen und die volle Produktion bis Ende 2020 in Betrieb gehen wird.

Gleichzeitig plant man das Service-und Vertriebsnetz aufzubauen, machte dazu aber noch keine konkreten Angaben. Fest steht nur, dass man das Auto nicht nur übers Web, sondern auch über Stores respektive Servicezentren vor Ort vertreiben wird, inklusive Probefahrtmöglichkeiten. Das begleitet Lucid Motors mit einer Lucid Air-Tour in den USA in diesem Sommer, den Eröffnungen erster Stores und der Einführung des Konfigurators. Für 1.000 Dollar Anzahlung lässt sich der Lucid Air reservieren.

Was bedeutet das?

Lucid Motors scheint aktuell gut Voranzukommen mit der Markteinführung – und das, obwohl man mit dem „Air“ eher in einer Nische der Luxuslimousinen startet. In den USA hat das Modell aber durchaus das Potenzial, Marken von Audi (A8) bis Tesla (Model S) Kunden abspenstig zu machen. Trotzdem darf man gespannt sein, wie Lucid Motors nach dem Start langfristig weiterplant. Auch hier müsste wahrscheinlich ein günstigeres E-SUV dann später für Stückzahlen sorgen.