Lucid Air: Starker Antrieb, noch stärkeres Package!

Gregor Soller

Der Lucid Air dürfte die gesamte europäische Luxusklasse schwer treffen: Denn er punktet mit Power, Platz, Package und Reichweite. Am Münchner Odeonsplatz eröffnete jetzt der erste Store in Europa und nahmen Platz – und waren begeistert.

Der Vorführer in München kam in auffälligem Zenith Red und verfügte über die sattelbraunlastige Tahoe-Innenausstattung – ein starkes aber elegantes Statement – auch die Zweifarbigkeit der Sitze (vorn schwarz, hinten sattelbraun) ging Serie. Ebenso wie die hochwertigen Materialien, die duftend Premium kommunizieren. Doch das stärkste Argument des Lucid Air ist das Package: Der Air bleibt trotz Luxuslimo-Optik unter fünf Metern Länge und bietet trotzdem einen XXL-Innenraum. Weil Gründer und Chef Rawlinson sein Team wirklich jede Komponente auf die sprichwörtliche Goldwaage legen ließ und so klein und leicht wie möglich baut.

Im Fond finden wir vor allem im Kopfbereich merklich mehr Platz als im gut 20 Zentimeter längeren Mercedes-Benz EQS und die Materialauswahl übertrifft den EQS in Haptik, Duft und Optik – sofern man beim Stern nicht ganz tief in die Tasche greift. Eine große Heckklappe bietet der Air zwar nicht und die Golfbag- respektive Schidurchreiche ist etwas klein, aber der Kofferraum lässt sich über die komplette Breite beladen und die dreigeteilte Rücksitzanlage lässt sich fast ganz eben umlegen. Und es gibt ein riesiges Unterfach im Kofferraum. Die Türen schließen satt und wir öffnen den Frunk und staunen: Auch er ist riesig, ebenfalls mit großem Unterfach: Etwas zusammengekauert brächte man hier einen weiteren Mitfahrer unter…

Die „Basismaschine“ mit 500 kW (679 PS) wiegt nur 74 Kilogramm, dazu kommt ein Akku, der bis zu 112 kWh aufnehmen kann – sehr flott: Dank 900-Volt-Technik sollen im Peak bis zu 300 kW Ladeleistung möglich sein. AC klappt dreiphasig mit 22 kW. Und so sollen beim ausgestellten Grand Touring (der 1050 PS leistet) bis zu 830 Kilometer Reichweite drin sein, von denen real gut 500 bleiben dürften. Womit der Air dem ersten Eindruck nach bestens gerüstet ist, die weltweite Luxusklasse gehörig aufzumischen. Wo waren Audi, BMW, Maserati, Mercedes und Co. eigentlich die letzten Jahre?

 

 
Luftig: das Glasdach. | Foto: Lucid Motors
Luftig: das Glasdach. | Foto: Lucid Motors
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