Kia Sorento PHEV: Interessante Alternative mit klugem Package

Gregor Soller

Zusammen mit dem Diesel teilt sich der Plug-in schon jetzt einen Großteil der Bestelleingänge in Deutschland, was dem Hybriden einen einstelligen Prozentsatz „übrig“ lässt. Offiziell bietet er bis zu 57 Kilometer elektrische Reichweite aus einem 13,8-kWh-Akku und 265 PS Systemleistung. Gestärkt wird der 1,6-Liter Benziner vom 67-kW-E-Motor, den Kia niedrig drehend ausgelegt hat. Er sitzt wie beim Vollhybriden platzsparend im 6-Gang-Automatikgetriebe und bietet 304 Nm Drehmoment . Beide Antriebe zusammen können dann bis zu 265 PS und 350 Nm an alle vier Räder schicken.

Die Zusammenarbeit zwischen E-Maschine und 1,6-Turbo klappt bestens – so dass der Fahrer davon nichts mitbekommt. Durchdacht ist das Package: Die optionale, klappbare und gut bedienbare dritte Sitzreihe gibt es auch für den Plug-in und die Zuladung liegt beim Fünfsitzer noch immer bei über 500 und beim Siebensitzer gar bei über 600 Kilogramm. Und bei der gebremsten Anhängelast bleiben immerhin noch 1,5 Tonnen übrig. Das Kofferrauvolumen schrumpfte um verschmerzbare 23 Liter auf maximal 2.077 Liter. Bei sieben Fahrgästen bleiben 175 Liter davon übrig, dank verschiebbarerer zweiter Reihe variiert das Ladevolumen bei Fünfsitzigkeit zwischen 693 und 898 Liter. Etwas gespart wurde nur am Tankvolumen, das auf 47 Liter schrumpfte.

In der Praxis bleibt der Plug-in einigermaßen sparsam: Auf unserer ersten kurzen Runde mit hohem Verbrenneranteil pendelte die Verbrauchsanzeige zwischen 6,8 und 7,1 l/100 km – was für ein so großes Auto ordentlich ist. Finale Verbräuche müssen wir aber im Test ermitteln.

Und weil der Sorento mit knapp 180 Millimetern Bodenfreiheit  gewisse Offroad-Kompetenzen bieten soll, offerieren die Koreaner viele Fahrprogramme an. Per Rändel wählt man Eco, Sport, oder Smart sofern man auf festen Straßen fährt, oder Schnee, Matsch, Sand, sofern man abseits fester Straßen unterwegs ist. Dazu kann man aber,  noch die „hybridischen“ Programme wählen, heißt: Auch hier gibt es einen Taster, mit dem man wählt, ob man elektrisch, „hybridisch“ oder im „Auto-Modus“ fahren möchte. Mit „Smart“ und „Auto“ nimmt einem der Kia alle Entscheidungen ab und variiert kompetent. Der Sorento PHEV startet bei 53.940 Euro (das sind knapp 45.330 Euro netto) und abzüglich der Prämie: 47.959 Euro, das sind gut 40.301 Euro, womit er in diesem Segment ein wohlfeiles Angebot ist.

 
Nur Tank (47 Liter) und Anhängelast (1,5 Tonnen) fallen gegenüber den anderen Modellen etwas zurück. | Foto: Kia
Nur Tank (47 Liter) und Anhängelast (1,5 Tonnen) fallen gegenüber den anderen Modellen etwas zurück. | Foto: Kia
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