Jeep Compass und Renegade 4xe: Ausblick auf Alfa Romeo Tonale

Gregor Soller

In China gibt es schon längst den „Grand Commander“ als Plug-in-Hybrid – in Europa und den USA startet Jeep erst jetzt in die Elektromobilität – mit den beiden Plug-in-Hybriden von Compass und Renegade, 4xe genannt. Sie kommen immer mit (elektrischem) Allrad und je nach Verbrenner mit 190 oder 240 PS Systemleistung. Für Deutschland rechnen die Verantwortlichen Verkäufer mit 20 bis 25 Prozent Marktanteil innerhalb der Baureihe. Rein elektrisch sind mit dem netto gut 9 kWh leistenden Akku bis zu 50 Kilometer Reichweite möglich, das Zusatzgewicht beziffert Jeep mit rund 200 Kilogramm. Wir haben es in der Praxis ausprobiert und können die Reichweite bestätigen – sofern man sehr dezent und im Idealfall auf Landstraßen ohne große Stopps unterwegs ist. Das System schaltete in den Vorserientestwagen teils noch „merklich vernehmbar“ zwischen den Antriebsarten hin und her, sorgte aber für günstige Verbräuche: Auf der knapp 110 Kilometer langen Tour kamen wir auf rund 4,4l/100 km plus die rund 10 kWh für den Akku. Die Offroadmodi blieben erhalten, die „Sport“-Stellung kann man sich sparen: Sie bringt nur unnötige Hektik ins Getriebe und lässt den neuen Sechsgang-Wandler unnötig hoch drehen. Die Preise starten bei gut 32.100 Euro netto für den Renegade Limited 4xe und bei knapp 35.363 Euro netto für den Compass Limited – womit die italo-amerikanischen SUV-Alternativen zu Tiguan und Co. fair eingepreist sind.

Die Jeeps sind übrigens auch die technische Basis für den Alfa Romeo Tonale, der auf der gleichen Plattform stehen wird. Noch keine Entscheidung wurde über eine Elektrifizierung des Fiat 500 X getroffen.

Was bedeutet das?

Die 4xe-Modelle sind extrem wichtig für Jeep und FCA, zumal man bei der Elektrifizierung und den CO2-Werten der FCA-Flotte ohnehin eher ein „Aufholrennen“ fährt – das aber immerhin noch rechtzeitig begonnen hat.