Hyundai Ioniq 5: Klare kluge Kante!

Gregor Soller

Der Ioniq 5 ist für Hyundai eine starke Ansage. In der Bildergalerie haben wir die wichtigsten und stärksten Highlights zusammengetragen und bewertet. Steigen wir ein und begeben uns auf Forschungsreise in die „kantige Pyramide Ioniq 5“: Tatsächlich bietet sie auf gut 4,6 Metern Länge so viel Platz wie es sonst in der Fünf-Meter-Klasse gibt.

Ebener Boden sorgt für Lounge-Atmosphäre

Dazu kommt ein ebener Boden und vielfach verstellbare Vorder-und Rücksitze. Etwas knapper fällt das Kofferraumvolumen aus, das wegen dem Heckantrieb eher flach baut, aber von 527 auf bis zu 1.600 Liter erweitert werden kann, wobei der erste Wert für ganz nach vorn geschobene Rücksitze gilt – wo es dann eng wird im Fond. Dazu kommt ein Frunk, der bei den Hecktrieblern 57 Liter fasst, bei den Allradlern aber immer noch für ein Kabel plus Kleinkram reicht. Fein auch die um 14 Zentimeter verschiebbare Staubox vorn in der Mitte, die ebenso auf die Lounge-Atmosphäre einzahlt wie die stoffbespannte Magnetfläche links vom Fahrer.

Mittlerweile ein neues "Must" in der autoindustrie: Fußmatten aus Fischernetzen

Dazu kommen natürliche und Recyclingmaterialien innen: Stoffe mit bis zu 30 Prozent Wollanteil für besseres Innenraumklima, Garne aus Pflanzenbasis und fasern, für die bis zu 32 PET Plastikflaschen recycelt werden. Die Fußmatten bestehen aus Econyl, wofür recycelte Fischernetze und andere Meeersabfälle verarbeitet werden. Hier arbeitet Hyundai mit der niederländischen Naturschutzorganisation „Healthy Seas“ zusammen, bei sogenannte „Geisternetze“ geborgen und weitere Kunststoffabfälle aus dem Meer gesammelt werden um diese Produkte i einen Re- und optimalerweise Upcycling-Kreislauf zu bringen, um zum Beispiel Fußmatten für den Ioniq 5 daraus zu machen. Optional gibt es auch Leder, das hier mit Pflanzenölextrakten aus Leinsamen gegerbt wird.

Und die Oberflächen des Armaturenbrettes, einiger Schalter und die Türverkleidungen beschichten die Koreaner mit einem Biolack, den man aus Raps- und Maisöl gewinnt. Olfaktorisch und optisch kommt das leider nicht ganz so blütenduftend und edel rüber: Hyundai verbaut viel harten Kunststoff und der Neuwagengeruch ist hier anders, aber nicht besser als bei Audi und Co., wo man das Gefühl hat, eine Zahnarztpraxis zu betreten. Und ob sich über die Jahre ein doch auch sehr natürlich riechender Stoff-Leder-Holz-Duft wie bei alternden Jaguars einstellt, wird man erst nach Ablauf der achtjährigen Garantie beurteilen können.   

Komfortable Loungsessel vorn

Einen eher asiatischen Ansatz fährt Hyundai bei den Vordersitzen, die sich in Liegeposition bringen lassen und dafür extra noch eine ausklappbare Schenkelauflage bieten. Um in Fond mehr Raum zu schaffen, will Hyundai das Volumen der Sitzlehnen um 30 Prozent reduziert haben. Super-komfortabel wie immer im Konzern sind die Kopfstützen: Weich und trotzdem nicht zu weich lassen sie sich sehr gut auch für große Fahrer einstellen.

Auch Bedienung und Infotainment sind sehr einfach und eingängig gestaltet, optional kann man das Ganze per Telematikdienst „Bluelink“ weiter optimieren. Schalter und Hebel hat Hyundai gekonnt mit Touchflächen gemischt, deren Funktionsweise sich auch für Marken-Neulinge sofort erschließt. Die Rekuperation steuert man ganz simpel über zwei Paddels am Lenkrad.

Über all dem kappt Hyundai seine Pyramide aber, um hier optional ein Solardach anzubieten, das unter südeuropäischer respektive ägyptischer Sonne bis zu 1.500 Kilometer Extra-Reichweite generieren können soll.

Was bedeutet das?

Mit dem Ioniq 5 ist Hyundai ein ganz großer Wurf gelungen: Er verpackt seine tolle Raumausnutzung in zeitlos-schicker kantiger und kluger Schale. Dazu kommen starke Leistungsdaten und Reichweiten zu bezahlbaren Preisen. Und dieses starke Gesamtpaket macht den Ioniq 5 so attraktiv.

 
Auch von hinten unverwechselbar: Die kantige Optik des Ioniq 5. | Foto: G. Soller
Auch von hinten unverwechselbar: Die kantige Optik des Ioniq 5. | Foto: G. Soller
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