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Genf 2019: Deutsche Hersteller mit dezentem Auftritt

Gregor Soller

Teil 1 unseres Genf-Messeberichts: Die deutschen Hersteller – die brav ihre Hausaufgaben machten, sonst aber eher zurückhaltend auftraten.

So viel vorneweg: Auch Genf hat partiell mit Ausstellerschwund zu kämpfen: Das Fehlen von Ford sowie Jaguar Land-Rover mussten geradezu gigantische Stände von Mazda und Honda ausgleichen. Auch Volvo blieb fern, wofür Geely Polestar mit einem schmalen Stand nach Genf schickte. Die Geely-Tochter stellte dort den Polestar 2 vor und sollte nicht die einzige komplett neue Marke sein. Neben Polestar stellten unter anderem Aiways, Arcfox, Aurus, e.GO, Hispano Suiza, Mole Automobiles, Nobe, Piech, oder Puritalia aus – dazu kamen bekannte Exoten und Luxusmarken von Aston Martin über Bentley, Bugatti, Lagonda, Mc Laren, Morgan oder Rolls Royce, um nur einige zu nennen.

Dazu kamen die Großserienhersteller, die teils mutige, teils mutlose News im Gepäck hatten – vor allem der Stern der deutschen Hersteller hat da schon mal heller geglänzt. Am wildesten war da noch der I.D. Buggy von VW, den der neue Partner e.GO Automobile bauen könnte. Kommentar am Aachener Stand: „Es gab in Osnabrück schon mal einen Kleinserienhersteller und in dessen Fußstapfen können nun wir treten“. Umso mehr, als man Ahnung hat, wie man extrem günstig vier- bis fünfstellige Stückzahlen realisiert – denn mehr gäbe so ein Buggy nun mal nicht her – gleichwohl rundet er das künftige VW-Portfolio herrlich ab. Daneben ging dann der geliftete Passat mit mehr elektrischer Reichweite des GTE ebenso unter wie der T-Cross oder der heiße Tiguan R. Doch damit hat VW alle Hausaufgaben gemacht. Audi stellte das e-tron-Coupé vor, seine PHEV-Palette und seine MEB-Interpretation namens Q4. A propos MEB: Bei Skoda konnte man hierzu den Vision iV sehen und bei Seat den el Born, der sich allerdings stark an den I.D. von VW anlehnt. Dazu kam Seats „Minimo“ und der neue Cupra Formentor als Plug-In-Hybrid.

Das Stichwort, das neben Audi auch BMW ganz groß spielt: Hier sind der X3 xDrive30e, der 330e und der X5 xDrive45e neu. Dazu kommt der geliftete 7er mit Monster-Niere und ebenfalls neuem Plug-in-Hybrid sowie mehr elektrische Reichweite bei 225xe sowie dem 530e.

Mercedes-Benz stellt den rein elektrischen EQV (noch als seriennahe Studie) dagegen, dazu den gelifteten GLC, natürlich künftig auch als PHEV sowie den CLA Shooting Brake. Außerdem den GLE 53 AMG – doch auch der große SUV wurde in dem Zusammenhang gleich mal als SUV angekündigt. Smart zeigte den geschlossenen forease+ mit „Hardtop-Zeltdach“ und kündigte Details daraus für die nächste Generation an.

Außerdem natürlich e.GO Automobile, wo man eine Sport-Version des Life zeigte und den People-Mover zu Zehn-Quadratmeter-Wohnraum in gold gehüllt umfunktionierte. Und Roland Gumpert lies seine Töchter die Sportversion seines methanolbefeuerten Brennstoffzellenracers Nathalie enthüllen – diese soll in gut zwei Sekunden auf 100 km/h geschossen werden können und bis zu 300 km/h schnell sein. Einen eher urbanen Ansatz verfolgt das kompakte Sharing-Fahrzeug "Sven", das ebenfalls ein Hochschul-Spin-Off aus Aachen darstellt.

Was bedeutet das?

Plug-in-Hybrid könnte die ganz große Klammer über den deutschen Modellen lauten – und die sollen alle bis zum Jahresende lieferbar sein, um zu helfen, die Flottenverbräuche zu stutzen und die Steuervorteile noch mitzunehmen.

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