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Genesis electrified G80 AWD: Elektrische Business-Alternative

Gregor Soller

Mit dem electrified G80 AWD stellt Genesis aktuell die einzige Alternative zum Mercedes-Benz EQE

Der Genesis G80 gehört zu den (noch) seltenen Business-Limousinen der oberen Mittelklasse und wurde entsprechend positioniert: Klassische Proportionen mit Klimarändeln und Direkteinsprungtasten ins üppige Menü erleichtern die intuitive Bedienung – wichtig, da der Zentralscreen zum touchen ergonomisch eher ungünstig angebracht ist.

Wir strömen los und stellen fest, dass der Genesis komfortabel ausgelegt wurde und im Komfort-Modus fast eine Idee zu weich zu federt, was man per Sportmodus abstellen kann. Dann strafft sich der G80, spurtet bei Bedarf in 4,9 Sekunden auf 100 km/h und zieht bis 225 km/h weiter. Dabei powern hier zwei Hochdrehzahl-Synchronmaschinen, die gemeinsam 272 kW respektive 370 PS und 700 Nm bieten. Hier betreiben die Koreaner aktives Noise-Cancelling und konditionieren die Dämpfer via Kamerascan auf die jeweiligen Straßenverhältnisse vor – wobei der electrified G80 hier jetzt nicht besser dämpft als die gut abgestimmte Konkurrenz. Und so fliegen wir gen Feldberg, wo sich die Fünf-Meter-Limousine mit Warnhinweisen dezent zurückhält, ins Lenkrad wird nur vorsichtig „eingegriffen“.

Die Wärmepumpe ist hier Serie und der Akku soll vorkonditioniert werden, wenn man im Navi die nächste Ladestation eingibt. Die sich in den Vorserienmodellen noch nicht nach HPC/DC und AC selektieren ließ, doch das soll folgen. Dann soll der Ladehub von 10 auf 80 Prozent im Idealfall binnen 22 Minuten klappen.  Denn der electrified G80 ist Fernstreckenfahrzeug ausgelegt. Den Ladeanschluss hat man auch deshalb vorn in den abgedeckten Grill gelegt. Geladen werden kann mit bis zu 240 kW, wobei es Genesis wichtiger war, die Ladekurve extrem lang – nämlich von zehn bis über 60 Prozent SOC auf rund 200 kW zu halten. Womit das Thema Ladestopp generell abgehakt ist: 15 bis 20 Minuten sind auch beim Tanken schnell vorbei, bevor es weitergeht.

400 Kilometer Real-Reichweite und schnelles HPC-Laden 

Zumal der 87,2-kWh-Akku nach WLTP bis zu 520 Kilometer Reichweite bieten soll, wovon real gut 400 bleiben dürften: Ein zügiger Ritt über den Feldberg und zurück zum Airport Frankfurt mit hohem Autobahnanteil kostete am Ende exakt 21 kWh/100 km netto laut Display, brutto also rund 23 kWh, was real für knapp 400 Kilometer reicht. Und da der cW-Wert mit 0,26 besser ist als beim Verbrenner und sich auch ein Kia EV6 extrem sparsam bewegen lässt, dürften im Sommer bei entspannter Fahrt auch Werte unter 20-kWh realisierbar sein. Und natürlich hat auch der electrified G80 die V2L-Funktion, mit der sich mit bis zu 3,7 kW Strom für externe Geräte zapfen lässt.

Das entspannt auf Langstrecken so wie der Service sein mit Hol- und Bringsevice samt Fünfjahresgarantie und „Personal Assistant“. Unserer Meinung nach wichtig, denn in der Fläche macht sich Genesis standortseitig eher rar.  Und da wir gerade am Kritteln sind: Das Platzangebot im Fond und Kofferraum fällt für eine Fünf-Meter-Limousine knapp aus, zumal der nur 354 Liter fassende Laderaum wegen dem Akku auch noch eine Stufe aufweist. Trotzdem würden wir den „electrified“ klar dem 2,5-Liter-Vierzylinder Verbrenner vorziehen. Die Preise starten ab 69.200 Euro brutto, das sind gut 58.150 Euro netto vor Förderung. Zum Vergleich: Der Mercedes-Benz EQE startet als schwächere „Basis“ bei rund 70.626 Euro brutto oder 59.350 Euro netto vor Förderabzügen.

 
Komfortables Fahrverhalten, adaptive Dämpfer. | Foto: Genesis/Dominik Fraser
Komfortables Fahrverhalten, adaptive Dämpfer. | Foto: Genesis/Dominik Fraser
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Was bedeutet das?

Am Ende empfiehlt sich der electrified G80 als echte elektrische Business-Alternative empfiehlt - sofern man auf das letzte Quäntchen Raum in Fond und Kofferraum verzichten kann – dafür kann nicht nur der schöne Rücken entzücken.

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