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Fotostrecke: Aston Martin Valhalla - erste Sitzprobe in Astons Revolution

Redaktion (allg.)

Beim Mittelmotorhybriden Valhalla packt Aston Martin in Serie noch was drauf: Er wird mehr als 1000 PS leisten und 999 Mal gebaut werden. Zu Preisen ab 700.000 Euro netto. Simon Inglefield, Global Head of Personalisation and Special Sales - spricht beim Valhalla auch von einer "historischen Zeitenwende" der Marke. 

Er öffnet uns die Flügeltür, wir gleiten in die Sitzschale und stellen fest: Passt wie angegossen, ohne dass man irgendetwas einstellen könnte oder müsste. Und das, obwohl hier die Formel-1-Abteilung samt der Fahrer mitgewirkt hat. Wie übrigens auch bei der ausgeklügelten Aerodynamik. Kurzer Rückblick: Das Mittelmotor-Duo Valkyrie/Valhalla entstand einst aus einer  Kooperation zwischen Aston Martin und Red Bull Racing, weshalb das Projekt einst als AM-RB 003 startete.

Aston-typische Eleganz innen

Wir blicken auf ein reduziertes und trotzdem Aston-typisches elegantes Cockpit mit wenigen klaren Bedienelementen und freuen uns, dass man hier der Versuchung widerstand, alles per Megascreen lösen zu wollen. Auftritt Corenn Lange, Head of Q & Special Projects Europe & MENAT bei Aston Martin Lagonda. Sie ist sozusagen „Misses Q“ und kennt jedes kleinste Titan-Schräubchen im Valhalla. Also: Innen wird der aufgesetzte Bildschirm einer integrierten Lösung weichen, da eleganter. Und wie gesagt, die einstellbare Pedalerie wird einem einfacher einstellbaren Sitz weichen. Tipp der Formel-1-Truppe: Keep it simple! Außerdem spart man laut Lange Gewicht und Platz im knappen Bauraum hinter der Vorderachse. Schließlich wolle man die 1.550 kg Leergewicht halten, was übrigens auch ein Grund ist, weshalb man weiterhin auf die Kombination Verbrenner mit E-Antrieb samt nicht allzu großer Akkus setzt, die man wie den Antrieb zwischen Vorder- und Hinterachse aufteilt. 

Ausgeklügelte Aerodynamik aus der Formel 1

Die Luft wird durch die Front und die Radhäuser geleitet, von wo sie im Idealfall direkt zum Ansaugtrakt des Motors strömen soll. Gleichzeitig soll sie für Downforce sorgen - der Valhalla saugt sich also regelrecht auf die Straße - nur der Heckspoiler ist in Maßen verstellbar. Denn der Valhalla soll gefahren und gesehen werden und sich nicht in Minimalstückzahl mit Minimalkilometern in Sammlergaragen die Reifen platt stehen. Spannend sind auch die Seitenkästen, die komplett aus den Formel-1-Boliden heraus entwickelt wurden und auch für Downforce, aber auch für die Kühlung der Aggregate im Heck sorgen sollen.   

Bis zu 15 km rein elektrisch

Beim Antrieb übernimmt man laut Lange zwar den Block und die flat plane Kurbelwelle des AMG Black Series, kombiniert das aber mit einer ganz eigenen Aston-spezifischen Peripherie. Die ändert sich komplett, was schon beim Abgasstrom beginnt, den man nach den Turbos auf dem kürzesten Weg gen Himmel schickt - die Endrohre treten schon kurz hinter der Kanzel wieder an die Luft. Da auch Kühlsystem (mehr Luft, weniger Wasser - spart wieder Gewicht) und diverse andere Komponenten ganz anders spezifiziert sind als bei AMG, wird Valhalla auch ganz anders klingen: Statt bösem Bollern dürfte es eher ein bedrohliches Fauchen werden. Ergebnis: Geplant sind jetzt statt 950 ganze 1012 PS (800 aus dem AMG-Verbrenner plus 212 aus den E-Maschinen (und Akkus an Front und Heck)! Die ganze Kraft leitet Aston Martin per Achtgang-Doppelkupplungs-Getriebe von Graziano an die Räder. Und falls man ohnehin nur schnell und leise ins Büro in der Londoner City gleiten will, ist auch das möglich: Bis zu 15 Kilometer (naja, real dann eher zehn bis zwölf) kann der Valhalla auch rein elektrisch und flüsterleise.

Was bedeutet das?

Beim Valhalla will Aston Martin ein alltagstaugliches Hypercar für die Straße, was zu den best News für die, die es sich leisten können führt: Man verdoppelt die Stückzahl und halbiert den Preis - ab 700.000 Euro netto geht es los. Vorher lag man eher bei 1,2 bis 1,5 Millionen. Trotzdem sind bereits zwei Drittel der Produktion verkauft - doch im Gegensatz zu den vielen anderen minimalstückzahligen Hypercars ist der Valhalla Stand November 2022 noch bestellbar. 

 

 
VISION-Mobility-Chefredakteur Soller in Diskussion mit Corenn Lange, Head of Q & Special Projects Europe & MENAT bei Aston Martin Lagonda. Sie kennt jede Schraube am Valhalla. | Foto: Marcus Werner für Aston Martin
VISION-Mobility-Chefredakteur Soller in Diskussion mit Corenn Lange, Head of Q & Special Projects Europe & MENAT bei Aston Martin Lagonda. Sie kennt jede Schraube am Valhalla. | Foto: Marcus Werner für Aston Martin
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