DS 9: Pariser Chic mit bayerischen Akzenten

Gregor Soller

Mit dem DS 9 hat DS Automobiles ein neues 4,93 Meter langes Topmodell das in der oberen Mittelklasse antritt, und teils auf seine Vorgänger verweist. Vier Zylinder müssen genügen, da aus ihnen mittlerweile mehr als genug Leistung geholt wird, zumal wenn man sie mit E-Maschinen kombiniert und Plug-in-Hybride draus macht. Deshalb kann Emanuel Macron die Tradition seiner Vorgänger, die meist Citroen fuhren, fortsetzen und demnächst mit einem DS 9 zu offiziellen Ansätzen vorfahren. Denn innen gibt sich der DS 9 wieder extrem opulent.

Das Highlight ist auch hier klar das Interieur für das es wieder drei „Inspirationen“ gibt: „Performance Line“, „Rivoli“ und „Opera“, Letztere auch in Dunkelrot ausgeschlagen. Und jetzt dürfen wir endlich einsteigen: Und finden auch im Fond viel Platz, hochwertige Materialwelten, fein verarbeitet mit dem DS-typischen Rautenmuster, dass sich auch hier wieder bis in die Edlelstahltaster der Mittelkonsole zieht. Das Leder der "Opera-Version" stammt laut DS-Pressesprecherin Dorothea Knell „von glücklichen bayerischen Kühen, die auf mückenfreien Weiden gehalten werden“. Die mittig sitzende und sich wie beim DS7 herausdrehende Analoguhr stammt aus der Pariser Manufaktur Bernard Richard, und das Hi-Fi-Audiosystem Electra stammt von Focal.

Unter der Haube findet man den 1,6-Liter-Benziner, der allein oder mit E-Maschine als Plug-in-Hybrid 225 PS (165 kW) über die Vorderräder auf die Straße bringt. Dafür galoppieren beim E-Tense 180-Verbrenner und 110 elektrische Pferde auf. Der 11,9 kWh große Akku soll Strom für bis zu 48 Kilometer rein elektrische Reichweite bieten und kann mit maximal 7,4 kW binnen knapp zwei Stunden wieder vollständig geladen werden. An der Haushaltssteckdose solle man dagegen eher sechs Stunden einkalkulieren. Während der reine Benziner einen 60-Liter-Tank bietet, bleiben beim E-Tense davon nur 42 Liter übrig. Treibt man den elektrifizierten E-Tense zügig über Langstrecken, sollte das aber selbst bei acht Litern Verbrauch noch für gut 500 Kilometer Reichweite genügen.

Neben dieser E-Tense genannten Plug-in-Version gibt es den gleich starken „Pure Tech“, der nur einen Benziner bemüht. Diesel gibt es keine mehr, später sollen noch zwei E-Tense mit 250 PS und erhöhter elektrischer Reichweite dank 16 kWh-Akku (man stellt uns rund 80 Kilometer in Aussicht) und das Topmodell mit 360 PS (225 kW) und Allradantrieb folgen.  Die Preise starten bei 47.550 Euro, das sind knapp 39.960 Euro netto für die bereits vollständig ausgestattete „Basis-Version“ Performance. Die Plug-in-Versionen E-Tense kosten 52.810 Euro, das sind 44.380 Euro netto respektive 55.560 Euro, das sind 46.690 Euro netto. Zieht man die Bafa-Förderung von 5.625 Euro ab, wird der Plug-in billiger als der Benziner. Bestellt werden kann seit 9.3.2021.