DS 7: Erste Sitzprobe

Gregor Soller

Mit dem Facelift büßte der DS-Topseller den Zusatz Crossback ein – und präsentiert sich merklich aufgefrischt

Vor der DS-Niederlassung in München werden gerade zwei schwarze DS 7 Crossbck abgeladen – die bis 12.7. bestellt werden konnten. Seit gestern kann man jetzt den gelifteten Nachfolger ordern, der nur noch als Plug-in und Diesel zu haben ist.

Wir nahmen in einem der ersten produzierten Vorserienfahrzeuge made in Mulhouse Platz und waren einmal mehr überrascht: Denn Ergonomie und Sitzposition passen weiter auf Anhieb wozu es sehr gut passt, dass DS dem Infotainment ein größeres Update angedeihen ließ. Denn in Sachen intuitiver Bedienung und Sprachsteuerung war hier noch etwas Luft nach oben.

Und selbst wenn große Fahrer vorn sitzen, bleibt im Fond genug Platz für zwei weitere Insassen, dahinter gibt es 555 bis 1.750 Liter Kofferraum. Trotzdem bleibt der DS 7 mit jetzt 4,59 Metern Länge (plus zwei Zentimeter) im Grenzbereich zwischen noch „kompakten“ und Mittelklasse-SUV.

Vorgefahren haben die Franzosen natürlich die Topausstattung „Opera“, die als E-Tense 4x4 300 brutto 63.790 Euro kostet, das sind gut 53.605 Euro netto. Was bekommt man dafür? Einen opulentest ausgestatteten und fein verarbeiteten Innenraum mit größerem Zentralscreen und einen jetzt größeren 14,2-kWh-Akku, die jetzt mit einem kWh mehr bis zu 65 Kilometer rein elektrische Reichweite nach WLTP bietet.  Gespart wird nur unter der Haube: Mehr als 1,6 Liter Hubraum gibt es nicht. Sodass sich der verbliebene Blue HDI mit 96 kW (130 PS) bescheidet, während die Benziner dank E-Maschinen-Unterstützung es auf 165 kW (225 PS) mit Frontantrieb respektive 220 (300 PS) mit Allrad und jetzt neu auch auf 303 kW (360 PS) kommt. Die Topversion erhält zudem 21-Zöller und ein um 1,5 cm tiefer gelegtes Fahrwerk und steht so noch knackiger da als der Rest der DS7-Familie.

Viel Geld nahm DS für eine komplett neue Heckklappe in die Hand, welche mit zusätzlichen Sicken und Lichtkanten dafür sorgt, dass der DS 7 breiter und satter auf der Straße steht. Und kompakter aussieht! An der Front haben die Designer neue „Tagfahr-schleppen“ spendiert, welche den DS optisch auf diesen Lichtvorhängen anschweben lassen und den Familienbezug zum DS 4 stärken.

Und wie bei der Ur-DS lenken auch hier die Scheinwerfer mit und können jetzt auch den Gegenverkehr Pixel für Pixel ausblenden, wo die Scheinwerfer des Vorgängers nur ganze Streifen wegschalten konnten. Die Preise starten jetzt bei 42.490 Euro brutto, das sind gut 35.705 Euro netto – bei erweiterter Ausstattung, die jetzt der einstigen „Bastille +“ entspricht.  Die Plug-ins starten bei 49.590 Euro brutto, das sind gut 41.672 Euro netto.

 
Weniger Chrom mehr schwarz - das macht die Front zusammen mit den neuen Tagfahrlichtern kompakter. | Foto: G. Soller
Weniger Chrom mehr schwarz - das macht die Front zusammen mit den neuen Tagfahrlichtern kompakter. | Foto: G. Soller
« Bild zurück
Bild
1 / 14
Bild vor »

Der DS7 ist als ältestes originäres Modell immer noch der Topseller der Marke in Deutschland – und mit bisher knapp 7000 verkauften Einheiten immer noch sehr selten und hochexklusiv. Kein Wunder, das seine Kunden vor allem Freiberufler, User-Chooser, Architekten oder Designer sind – womit der DS7 nahtlos an die namensgebende „Göttin“ von einst anknüpft.

Was bedeutet das?

Das Update hat dem DS7 gut getan. Er wirkt knackiger und kompakter und bietet auf 4,6 Metern viel Raum. Letzter reiner Verbrenner ist der 130-PS-Diesel, der wahrscheinlich bis 2024 das Programm verlassen wird. Besser zur Opulenz passen ohnehin die Plug-ins, wenngleich wir Langstreckenreitern nach wie vor zum Blue HDI raten würden – gern in opulenter Ausstattung, denn erst dann wird der DS7 zur ganz großen Oper. Für die wir uns motorisch mittlerweile eine rein elektrische Version wünschen würden.