David Obendorfer gestaltet BMW 02 als Stromer

Gregor Soller

Er hat es wieder getan: Der Designer David Obendorfer gestaltet Klassiker als Neuauflagen, darunter den Renault 4, das BMW CS Coupé und jetzt den BMW 02 – mit dem Obendorfer eine Hommage an BMWs ersten Stromer schuf: Den 1602e, er zu den olympischen Spielen 1972 aufgebaut wurde.

Obendorfer ist bekannt dafür, seine „Neuauflagen“ bekannter Klassiker mit großer Nähe zum Original zu gestalten – und aus Ex-Verbrennern herrliche Stromer zu machen. So auch bei seinem 02 Reminiscence. Die Kunst Obendorfers: Obwohl er sehr nah an den Originalen bleibt, wird nicht jedes Detail des Klassikers eins zu eins in die Moderne übersetzt. Und: er kann gut auf vielfältige Sicken und Linien verzichten.

So auch beim 02 Rminiscence: Der geschlossene Grill gibt einen Hinweis auf den Antrieb. Nicht ganz halte ließen sich die Maße des Ur-02: Der Reminiscence misst 4,51 Meter Länge, 1,81 Meter Breite und 1,40 Metern Höhe, womit er eher beim aktuellen 2er-Coupé ist.Gelungen auch das Interieur, wo er sich viel stärker vom Original entfernt – aber auch hier etwas reduziertes, schickes Neues schafft! Das klassische Dreispeichen-Lenkrad kommt ohne Knöpfe und ist schlank wie beim 1602. Doch angezeigt und gesteuert wird großenteils per Screens und einigen klassischen Schaltern.

Zur E-Maschine macht der Designer erwartungsgemäß keine Angaben. Passen würde der Antrieb aus dem i3s mit 135 kW (184 PS) und rund 250 Kilometern Reichweite im Alltag. Zum Vergleich: Das Original, der 1602e schaffte anno 1972 gerade mal 32 kW (44 PS) und je nach Fahrweise zwischen 30 und 60 Kilometern.

Was bedeutet das?

Sieht man, wie freie Designer Klassiker neu übersetzen, fragt man sich, weshalb sich die Pkw-Hersteller nicht mehr solche Fahrzeuge trauen: Die Elektromobilität gibt vom Package her viele Möglichkeiten dazu!