Citycheck Berlin: Gelb gewinnt!

Gregor Soller

Berlin ist nicht nur deutsche sondern auch Startup-Hauptstadt. Und wird diesem Ruf in vielerlei Hinsicht gerecht. In Sachen Mobilität ist die Metropole zugleich sehr gut und sehr dürftig organsiert.

Berlin - das ist in Sachen Mobilität die Stadt mit den zwei Gesichtern. Einem tollen Bahnhof samt schnellen Verbindungen steht ein Flughafen gegenüber, der einfach nicht eröffnet werden kann - warum auch immer. Einem tollen ÖPNV stehen endlos stauende Autos gegenüber und ein gut ausgebautes Radnetz geht teils über verheerend schlechte Straßen. Und so stimmt der Ruf von "arm aber sexy" dann doch ein bisschen, denn Berlin ist anders - was eben auch für die Mobilität gilt. 

Und während es beim Carsharing gut vorangeht, entwickelt sich die Elektromobilität eher langsam. Aber auch das wollen Stadt und Regierung ändern - auch wenn ein Grund dafür eine gewisse "Automüdigkeit" der Hauptstädter ist. Denn glänzende Großkarossen oder schicke Sportwagen, denen man in Hamburg, München oder Stuttgart gern huldigt, sind der Berliner Sache nicht. Und obwohl vergleichsweise wenige Menschen ein Auto besitzen, ist das Straßennetz mit den vorhandenen Fahrzeugen mehr als gut ausgelastet.

Was bedeutet das?

Berlin entwickelt die Mobilität auf seine Art weiter - eher auf der Schiene als in der Luft, lieber geshared als gekauft und immer mit einer gewissen Distanz, die vor allem den deutschen Autohochburgen völlig fremd ist.