BMW i8: Bye-Bye Revoluzzer!

Gregor Soller

Alle paar Jahre lässt sich BMW zu wirklich außergewöhnlichen Automobilen hinreißen – die monetär eher nie Erfolge hatten, dafür immer zu gesuchten Klassikern wurden. Der i8 war eines von ihnen.

Einst hatte BMW große Pläne mit der Marke BMW i: Sie sollte ein „Inkubator für visionäre Mobilitäts- und Fahrzeug-Konzepte“ sein, „progressives Design und ein neues Verständnis von Premium“ bieten, das sich stark über Nachhaltigkeit definiert. Mittlerweile ist „i“ bereits museal, trotzdem setzten die beiden Kohlefaserautos i3 und i8 Maßstäbe. Und wurden sogar kleine Erfolge: Vom i8 wurden 2015 weltweit 5.456 Exemplare verkauft, insgesamt wurden es bis zur Produktionseinstellung gut 20.000 Einheiten. Was für einen teuren Exoten eine ganz beachtliche Stückzahl ist.

Die Weltpremiere fand gemeinsam mit dem i3 auf der IAA 2013 statt. 2018 schob BMW noch den Roadster nach und steigerte die Leistung des Plug-in-Hybrid-Antriebs auch für das i8 Coupé  - von 362 auf dann 374 PS. Der Hochvoltspeicher beider Modelle wies seitdem eine von 20 auf 34 Ah gesteigerte Zellkapazität und einen Brutto-Energiegehalt von 11,6 kWh auf. Die optimierte Batteriezellen-Technologie ermöglichte zugleich eine Steigerung der Spitzenleistung des Elektromotors um 9 kW/12 PS auf 105 kW/143 PS. In Kombination mit dem Verbrennungsmotor entstand so eine Systemleistung von 275 kW/374 PS. Damit beschleunigt das BMW i8 Coupé innerhalb von 4,4 Sekunden von null auf 100 km/h, der Spurtwert für den BMW i8 Roadster beträgt 4,6 Sekunden. Beide Modelle erreichten ein Höchsttempo von 250 km/h. Die elektrische Reichweite lag ab 2018 bei 55 Kilometer für das BMW i8 Coupé sowie bei 53 Kilometern für den BMW i8 Roadster.

Und immer wieder gab es Sonderauftritte und –serien vom i8. Zuletzt die 200 Fahrzeuge der limitierten „Ultimate Sophisto Edition“, von denen eines bereits im Dezember 2019 als 20 000 ster i8 vom Leipziger Band lief. Die Coriona-Krise dürfte das Produktionsende des i8 jetzt von April auf März vorgezogen haben. In der Bildergalerie lassen wir nochmal einige Highlights Revue passieren.