Werbung
Werbung

BMW: i3-Produktion endet am 30.6. und der i7 startet am 1.7.2022

Gregor Soller

Zeitenwende bei BMW: In Leipzig rollt am 30.6.2022 der letzte i3 vom Band, während in Dingolfing am 1.7.2022 der erste i7 gebaut wird.

Selten lagen ein Produktionsende und -start so nah beisammen und betrafen das unterste und oberste Ende der Produktion gleichzeitig: Während in Leipzig der i3 nach neun Jahren eingestellt wird, startet in Dingolfing die Produktion des neuen Siebener, der in der EU meist als i7 verkauft werden dürfte.

Späte Karriere: 2021 wurden in Deutschland mehr i3 zugelassen als je zuvor

Für die Gesamtstückzahlen der BMW Group spielen beide eher Nebenrollen: Laut kBA wurden bis Mai 2022 in Deutschland insgesamt 52.717 Modelle des i3 zugelassen, wobei 2021 mit 12.181 Zulassungen das stärkste Jahr war. Doch das teure Kohlefasermonocoque trieb auch die Herstellungskosten, sodass der kleine Kult-Stromer nie ein großer wirtschaftlicher Erfolg für die Marke war, auch wenn die Stückzahlen für das Alter des Modells gerade in den letzten Jahren erstaunlich hoch waren.

 

 
(Teurer) Kern des i3: das Kohlefasermonocoque. | Foto: BMW
(Teurer) Kern des i3: das Kohlefasermonocoque. | Foto: BMW
« Bild zurück
Bild
1 / 9
Bild vor »

Ganz anders beim deutlich konventioneller gestrickten Siebener, der sich viele Komponenten mit dem kommenden Fünfer teilt, damit aber die deutlich höhere Marge einfährt. Aber auch er könnte Geschichte schreiben: Als erster Siebener, der nicht mehr auf allen Märkten in allen Motorisierungen angeboten wird und der letzte Siebener mit Verbrenner sein könnte.

Was bedeutet das?

Zeitenwende bei BMW -  mit dem i3 fällt das letzte Kultmodell aus dem Portfolio, mit dem Siebener rückt der größte BMW ever an die Spitze des Programms. Der kleinste Stromer wird künftig der iX1 sein – der allerdings in Regensburg gefertigt wird. Womit das Argument, man brauche die Kapazitäten des i3, der aus Leipzig kam, auch für den iX1, nicht ganz nachzuvollziehen ist. Fakt ist: Mit großen Autos verdient man großes Geld, was dem absoluten Rohstoffverbrauch natürlich entgegenläuft und nur dadurch kompensiert würde, künftig auch weniger Autos zu bauen – ein Trend, den hinter vorgehaltener Hand gerade (fast) alle Autobauer verfolgen: Es zählt künftig Klasse (und Marge) statt Masse.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung