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Auto China Peking 2018: Schlaue Minis

Funda Kaplan

Auch in China sind Klein- und Kleinstwagen nur eine Randerscheinung. Deshalb standen sie auf der Auto China Peking auch nur am Rand – boten aber intelligente Ansätze.

Im Gegensatz zu Japan und Indien, wo Kleinwagen steuerlich stark bevorzugt werden, spielen diese in China nur eine Nebenrolle. Es dominieren 4,5-Meter-Stufenheck-Limousinen und SUV, während Kompaktwagen eher eine Nische sind. Die in Peking auch gleich elektrifiziert wurde. Bis auf Smart hat hier auch keiner der Importeure Aktien im Geschäft und erstaunlicherweise spielte auch die Daimler-Tochter eher die Design- als die Elektrifizierungskarte – zumal man sich am oberen Ende des Preissegmentes bewegt.

Den Smart Forfour hatte Havals Ora R1 zum Vorbild – eine viertürige Elektro-Kompaktstudie, die bis zu 300 Kilometer Reichweite bieten soll und ab Ende des Jahres in Serie gehen könnte. Ab Ende 2019 soll dazu der noch futuristischer und konsequenter gestaltete Ora R2 kommen – der 350 Kilometer Reichweite schaffen soll. Damit möchte womit Haval Ora als edle Elektro-Untermarke aufbauen – edel deshalb, weil sich dadurch bessere Margen erzielen lassen: Auch hier dient Smart als Vorbild. Eine erste Sitzprobe im R1 ergab: Ausreichend Platz für vier, ansprechendes Design und eine ordentliche Verarbeitung.  

Stark war der Auftritt von BAIC mit dem „Lite“, der in Europa am ehesten mit den Stromern von Tazzari zu vergleichen ist und rund 150 Kilometer Reichweite bietet. Trotz Miniabmessungen von knapp unter zwei Metern Länge punktet der Lite mit üppigen Screens für Fahrer und Beifahrer, außerdem gab es eine autonome Version. Zudem stellte BAIC noch das Van-Konzept 407 EV aus und das EX-3-Concept, das in der Polo-Klasse angesiedelt ist.

Lifan warb für das Sharing-Concept Pand-Auto.com. Dabei handelt es sich um einen viertürigen Kompaktstromer, der sich optisch etwas an den Mini anlehnt und mit dem Pandabären für das Sharing-Concept wirbt. Damit tastet sich Lifan an Elektromobilität und Carsharing heran – beides Themen, die in China bislang eher schwach ausgeprägt sind. Und falls einem der kompakte „Panda“ zu klein ist, bietet man auch noch die typische viertürige Stufenhecklimousine zum „Sharen“ an.

Für das Sharen konnte sich auch Besturn erwärmen: Dort stand die Kompaktstudie DEV1 am Stand, mit einem Leihfahrrad von Mobike auf dem Dach – im orange der Fahrradverleihfirma. Unter dem Motto „Sitec for Mobike“ plant man, das Programm der Leihräder mit dem kleinen Elektriker nach oben zu ergänzen.

Was bedeutet das?

Weder Kleinwagen noch Carsharing sind bisher große Themen in China. Entsprechend dünn war auch das Angebot der Exponate. Trotzdem waren einige interessante Ansätze darunter.

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