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150 Jahre NSU: Elektrisches Geburtstagsgeschenk

Gregor Soller

Zum 150-jährigen Jubiläum der Marke NSU beschenkt sich der Standort Neckarsulm mit dem Azubi-Car EP4 und gibt exklusive Einblicke in seine Geschichte.

Von der Nähmaschine zum Audi-Standort: Neckarsulm fährt zum 150. Geburtstag des Standortes groß auf. Seit 29.6. gibt es den Livestream „150 Jahre Motor des Wandels“. Da erfuhren Teilnehmende Wissenswertes über die Entwicklung des Standorts von einer Manufaktur für Strickmaschinen über die Produktionsstätte der Marke NSU bis hin zum heutigen Audi-Standort Neckarsulm. Moderatoren und Moderatorinnen begleiteten die virtuelle Online-Führung und beantworten Fragen sofort.

1923 baute NSU Fahrräder, Motorräder und Autos

Kurzer Rückblick: Im Jahr 1923 fertigten die 4.070 Mitarbeitenden alle zwei Stunden ein Automobil, alle 20 Minuten ein Motorrad und alle fünf Minuten ein Fahrrad: Der NSU-Standort Neckarsulm war schon damals wirtschaftlich bedeutend. Heute gehört er zur Audi AG und zählt mit rund 15.500 Mitarbeitenden zu den größten Unternehmen in der Region. Diese und weitere spannende Fakten erzählt der neue Livestream „150 Jahre Motor des Wandels“ mit exklusivem Bildmaterial aus dem Audi-Archiv – darunter auch die legendären Modelle NSU Ro 80 und NSU Prinz.

Der 25-minütige Stream läuft zunächst vom 29. Juni bis 27. Juli immer donnerstags online. Erfahrene Guides moderieren live und beantworten Fragen der Teilnehmenden. Interessierte können sich jetzt einen Platz reservieren. Nach der anschließenden Sommerpause folgen weitere Termine.

Mit dem neuen Livestream baut AudiStream sein Angebot an interaktiven Gratisführungen weiter auf insgesamt sechs Formate aus. Auch für die anderen Themen gibt es neue Termine. Einblicke in die Produktionsabläufe geben die Streams „Live bei Audi im Werk Neckarsulm“ und „Live bei Audi im Werk Ingolstadt“. „Insight Audi Design“ beschäftigt sich mit der Designphilosophie der Vier Ringe, „The Speed of Light" zeigt die Entwicklung der Fahrzeugbeleuchtung, und der Stream „Audi Tradition“ nimmt Interessierte mit auf eine Zeitreise durch mehr als 120 Jahre Automobilgeschichte.

 
Der NSU EP4 trägt eine E-Maschine vom Audi e-tron im Heck - die 240 PS leistet. | Foto: Audi
Der NSU EP4 trägt eine E-Maschine vom Audi e-tron im Heck - die 240 PS leistet. | Foto: Audi
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Zur Feier neu: EP4 und „Uruguay“

Neben dem Azubi-Auto grub man auch den sogenannten „NSU Uruguay“ aus, der so gar nicht in die Formensprache der NSU-Automobile in den späten 1960er Jahren passt. Denn er wurde in Eigenregie produziert und vertrieben vom NSU-Importeur in Uruguay, der Firma Quintanar. Seit Anfang 1968 wurde der Kombi montiert und nutzte dafür technische Baugruppen des Zweizylindermodells NSU Prinz 4. Bis Ende 1968 bringt die Firma 140 Stück von ihm auf den Markt. Dann kam er als Vierzylinder und so liefen zwischen 1969 und 1971 etwa 500 Kombis in den Modellvarianten P6 und P10 vom Band. 1971 zieht sich NSU aus dem Markt Uruguay zurück; damit ist auch das Aus für „den Uruguay“ besiegelt. Heute ist der Prototyp des NSU P10 – der erste und einzige seiner Art, der je auf Deutschlands Straßen gefahren ist – Teil der historischen Fahrzeugsammlung der AUDI AG.

Und wenn man ehrlich ist: Auch einem RO 80 stünde ein Elektromotor gut, denn der Wankelmotor war einst zwar futuristisch, aber durstig und akustisch kein Killer - was er bis heute blieb....

Was bedeutet das?

Mit elektrischen „Prinzen“ könnte Audi Einsteiger für 25.000 Euro unten anbauen – wenngleich die Rückkehr der Marke NSU nicht geplant ist. Doch zum 150. Standort- (und Markengeburtstag) lassen es sich die Neckarsulmer nicht nehmen, groß zu feiern. Wir gratulieren: Happy birthday NSU!

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