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Tesla: Model Y mit 6.000 Euro Umweltprämie

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Liebe Leserinnen und Leser,

nach diesem abermals verregneten Wochenende samt seinen Wahlergebnissen kann ich nur einen Kollegen zitieren, der weise formulierte: „Das Klima braucht keinen Schutz, wir schon.“ Fakt ist: Es geht uns langsam, aber sicher an den Kragen, denn die Folgekosten von immer häufiger wiederkehrenden Dürren und Fluten steigen kontinuierlich. Das sind keine grünen Ideologien, sondern Daten der Versicherungswirtschaft, welche die Erstattungskosten wegen Unwettern seit Jahrzehnten aufzeichnet. Weshalb unser CO2-Ausstoß runter muss – unbedingt. Je länger wir warten, desto teurer wird es am Ende.

Was die Wähler, die gern alles so lassen würden wie immer, gern übersehen: Staat und regierende Parteien lassen sie hier weitgehend allein – die Hochwasserhilfen wurden schon vor Jahren kassiert und die Versicherungen bitten mit immer höheren Prämien zur Kasse, was das Wohnen wiederum für alle verteuert. Denn mit jährlich neuen „Jahrhundertfluten“ an immer anderen Orten werden immer mehr Gebiete als „kritisch“ eingestuft – und damit teurer.

Dabei begann alles gut: Die EU verabschiedete unter Ursula von der Leyen im Juni 2021 ihr Klimaschutzgesetz. Der „Green Deal“ war ambitioniert und die Industrie folgte ihm – widerwillig, aber realistisch. Diese wird selbst mehr und mehr mit höheren Versicherungsprämien und Produktionsausfällen wegen Unwettern konfrontiert.

Mittlerweile hat sich der Wind gedreht und die CDU erhält Stimmen eher dafür, dass sie den Green Deal teils wieder zurückdrehen will. Umwelt- und Klimaschutz sind trotz verschärfter Unwetterfolgen bei Weitem nicht mehr so wichtig, was sich im Ergebnis der Europawahlen widerspiegelt: Vor allem die Umweltparteien verloren. Fakt ist: E-Autos, Windräder oder Solarpaneele werden den Klimawandel nicht stoppen, aber helfen zumindest beim Bremsen.

Das sieht man auch in China so, wo man aus pragmatischen Gründen (Smog) und Weltmachtphantasien genau auf diese Techniken setzt. Und sie vorantreibt: Der chinesische Fahrzeugmarkt dreht schneller Richtung „E“ als der europäische, und nachdem man der EU schon bei den Solarpaneelen den Schneid abkaufte, geht China jetzt systematisch das Thema Windenergie und Auto an, von den Feldern Maschinenbau bis Robotik ganz zu schweigen.

Weshalb Europa eigentlich gar nicht die Wahl hat, alles wieder zurückzudrehen: Denn China ist mittlerweile nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich zu einer absoluten Macht herangewachsen, welche neue Technik von allein weitertreiben kann. Und wenn man dann von Rechtsaußen noch Sand in die europäische Einheit streut, läuft hier alles noch langsamer. Deshalb sollte sich die EU eigentlich zusammenraufen statt entzweien und einen gemeinsamen systemischen Zukunftsplan wenigstens für sich selbst entwickeln. Denn wie gesagt: Das Klima braucht keinen Schutz, wir aber immer häufiger!

Gregor Soller
Chefredakteur
 

Gregor Soller
Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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