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Erste Großbestellung für Volvo LNG-Trucks

Spedition REAX stellt erste Fahrzeuge im Fuhrpark auf die LNG-Technik um. Tankstellen in Berlin und Hamburg sorgen für ausreichende Versorgung mit Kraftstoff.

Geben Flüssig-Gas (v.l.n.r.): René Bielesch, Jens Bode (Volvo Nord), Alexander Bielesch, Marko Studier (Volvo Rostock). |
Geben Flüssig-Gas (v.l.n.r.): René Bielesch, Jens Bode (Volvo Nord), Alexander Bielesch, Marko Studier (Volvo Rostock). |
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Johannes Reichel

Die Spedition REAX Transporte GmbH hat 20 Volvo mit LNG-Antriebstechnik übernommen. Mit diesem Großauftrag ist der Logistiker der erste Großkunde in Deutschland, der in großem Umfang die neue Technologie auf die Straße bringt, teilte der Hersteller mit. Alle drei Jahre erneuert das Unternehmen seinen Fuhrpark und entschied sich diesmal  für LNG-Trucks. „Für uns spielten bei der Anschaffung sowohl wirtschaftliche- als auch Umweltfaktoren eine Rolle“, erläutert René Bielesch, Geschäftsführer der REAX. Die Lkw beim CO2-Ausstoß und somit beim Verbrauch sparsamer. Zudem würden die neuen Trucks zunächst bis Ende 2020 von der LKW-Maut befreit. Kritischer Punkt ist für Bielesch aktuell noch das LNG-Tankstellen-Netz. „Bisher gibt es nur wenige Tankstationen in Deutschland z.B. Berlin, Hamburg und Ulm“, bestätigt Jens Bode, Regionaldirektor Nord von Volvo Trucks. Perspektivisch kämen aber weitere LNG-Stationen in ganz Deutschland hinzu, so auch in Norddeutschland, unter anderem in Rostock, Bremen und Osnabrück. Im Falle von REAX, deren Lkw vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands unterwegs sind, sei das Tanken schon jetzt kein Thema:

„Die LNG-Tankstation in Berlin ist nur wenige Kilometer von unserem Standort Vogelsdorf entfernt. Die Tankstelle in Hamburg werden wir ebenfalls auf unseren Fahrten nutzen.“

Mit den Trucks werden künftig 20 der insgesamt 85 Fahrer der Spedition ständig unterwegs sein. Die ersten von ihnen wurden direkt am Tag der Übergabe durch Volvo Trucks geschult. Bei der Praxisbetankung erfuhren die Teilnehmer alles über den Antrieb sowie den notwendigen Schutz beim Tanken des tiefkalten und komprimierten Erdgases. Bei der Schutzausrüstung handelt es sich um Handschuhe und Schutzbrillen, die zur Ausrüstung der Trucks gehören.

Raffiniert: Diesel-Technologie mit Erdgas kombiniert

Der Antriebsstrang der LNG-Lkw basiert auf bewährter Diesel-Motorentechnologie und bietet die gleiche Leistung, allerdings mit zirka 20 Prozent weniger CO₂-Emissionen. 100 Prozent Emissionsfreiheit wird mit Bio-LNG erreicht. Beim Volvo LNG-Motor werden 90 bis 95 Prozent LNG für den Vortrieb und nur rund 5 bis 10 Prozent Diesel verwendet, um das Flüssigerdgas zu zünden. Das mit minus 140 Grad Celsius tiefkalte Erdgas verflüssigt sich und reduziert in diesem Zustand sein Volumen. Je nach Tankgröße lässt sich so eine Strecke von bis zu 1000 Kilometer bewältigen.

 

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